Zwei Instrumente, die eine besonders elegante und geschmeidige Klangkultur auszeichnet – das sind Flöte und Harfe. In diesem von einer Mozart-Sinfonie eingeleiteten Programm dürfen beide Instrumente zunächst solistisch brillieren: die Flöte mit einem Werk des Franzosen André Jolivet, die Harfe mit einem ursprünglich fürs Cembalo konzipierten Concerto des Bach-Sohnes Carl Philipp Emanuel. Die Anmut des gemeinsamen Musizierens führt dann erneut zu Mozart – und seinem singulären Doppel-Konzert für Flöte und Harfe.


Di 26.03.24
20.00 Uhr
Weingarten, Kultur und
Kongresszentrum Oberschwaben

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Magdalena Hoffmann
Harfe

Henrik Wiese
Flöte

Motonori Kobayashi
Leitung

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201

Carl Philipp Emanuel Bach
Konzert für Harfe und Orchester
c-Moll H 448 / Wq 37

André Jolivet
Konzert für Flöte und Streichorchester

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Flöte, Harfe und Orchester C-Dur KV 299


Magdalena Hoffmann

Die deutsche Musikerin Magdalena Hoffmann ist seit November 2018 Solo-Harfenistin im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Zuvor war sie vier Jahre in gleicher Position im Tiroler Symphonieorchester Innsbruck tätig, 2015 übernahm sie außerdem die Leitung der Klasse für Konzertharfe am Tiroler Landeskonservatorium. Im März 2021 nahm die Deutsche Grammophon sie als Exklusivkünstlerin unter Vertrag. Ihr Debüt-Album »Nightscapes« wurde 2022 mit dem Opus Klassik – Young Artist of the Year ausgezeichnet. Sie studierte in Düsseldorf bei Fabiana Trani, ein Auslandsjahr führte sie nach London an die Royal Academy und in München absolvierte sie ihren Master bei Cristina Bianchi. Darüber hinaus arbeitete sie mit vielen namhaften HarfenistInnen, wie z.B. Fabrice Pierre, Alice Giles, Milda Agazarian und Park Stickney. Sie war Stipendiatin des Cusanuswerks und gewann zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, zuletzt zwei Sonderpreise beim Internationalen ARD-Wettbewerb München 2016. Als gefragte Kammermusikerin und Solistin gastierte Magdalena Hoffmann bei verschiedenen Festivals und tritt mit namhaften Musikern wie Karl-Heinz Schütz, Andrea Lieberknecht oder Aleksey Igudesman auf. Magdalena Hoffmann erweitert mit der Wahl ihrer Programme nicht nur stetig das herkömmliche Harfenrepertoire, sondern arbeitet immer auch an künstlerisch fachübergreifenden Konzepten; 2014 führte sie erstmals ihr Theaterkonzert »ODYSSEE auf 47 Saiten« bei den HarpMasters Festspielen in der Schweiz auf, 2017 trug sie Texte und Illustrationen zu Aleksey Igudesman‘s bei Universal Editions erschienenem Album »Funny Animals« bei. Magdalena Hoffmann ist Kulturbotschafterin für das Projekt »Casa Hogar«, Bau und Betrieb eines Wohnhauses für junge Mädchen in Istmina im kolumbianischen Krisengebiet Chocó.

Henrik Wiese

Der Flötist Henrik Wiese studierte bei Ingrid Koch-Dörnbrak und Paul Meisen. Er ist u.a. Preisträger des Deutschen Musikwettbewerb (1995), der internationalen Wettbewerbe in Kobe/Japan (1997), Odense/Dänemark (1998) und des ARD-Wettbewerbs in München (2000). Von 1995 bis 2006 war er Soloflötist an der Bayerischen Staatsoper. Seit 2006 ist Henrik Wiese Soloflötist im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Unter dem Dirigat von Herbert Blomstedt, Christoph von Dóhnanyi, Manfred Honeck, Mariss Jansons und vielen mehr spielte Henrik Wiese Solokonzerte beispielsweise mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchester des Maggio Musicale Fiorentino, dem Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin oder der NDR-Elphilharmonie. Seine breitgefächerte künstlerische Tätigkeit ist vor allem im Bereich der Kammermusik durch mehrere CD-Aufnahmen dokumentiert. 2018 wurde Henrik Wiese als Professor für Flöte an die Hochschule für Künste in Bremen berufen, 2020 folgte er einem Ruf an die Hochschule für Musik Nürnberg. Er ist als Herausgeber für namhafte Verlage wie Breitkopf & Härtel, Universal Edition oder dem G. Henle Verlag aktiv. Seine bei Universal Edition erschienene Sammlung von Probespielstellen »The Piccolo & Alto Flute Audition« wurde mit dem Deutschen Musikeditionspreis 2021/2022 ausgezeichnet. Henrik Wiese ist Synästhetiker, d.h. er hört Farben. Diese seltene Gabe der Natur ist für ihn eine wichtige Inspirationsquelle.

Motonori Kobayashi

Der japanische Dirigent Motonori Kobayashi studierte Dirigieren an der staatlichen Hochschule für Bildende Kunst und Musik in Tokyo und an der Universität der Künste in Berlin. Nach seinem ersten Engagement als Solo-Repetitor an der Deutschen Oper am Rhein ist Kobayashi seit 2008 am Theater Dortmund engagiert und wurde 2013 am Theater Dortmund zum 1. Kapellmeister und stellvertretenden GMD ernannt.
 In Dortmund hat Kobayashi zahlreiche Produktionen geleitet, die teils weit über die Stadt hinaus Resonanz gefunden haben. Er dirigierte u.a. die Premieren von »Die Stumme von Portici« (Regie: Peter Konwitschny) »La Traviata«, »Turandot«, »Le Nozze di Figaro«, »Così fan tutte«, »Barbiere di Siviglia«, »Der Rosenkavalier«, »Arabella«, »Otello“, »Peter Grimes«, »Lucia di Lammermoor« und »Don Giovanni«. Daneben stand und steht der Dirigent bei zahlreichen Repertoire-Vorstellungen aus dem Opern- und Ballettbereich am Pult, leitet Familien- und Kinderkonzerte. Dabei engagiert er sich auch stark für die vielfältigen Bildungs-Projekte des Theaters. Neben seinem Festengagement gastiert er an Häusern wie der Komischen Oper Berlin, dem Nationaltheater Mannheim und der Deutschen Oper am Rhein, wobei er sowohl Opern wie Ballette dirigiert. Weitere Gastengagements führen ihn zum Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und Sinfonieorchester Wuppertal. In jüngerer Zeit ist Motonori Kobayashi verstärkt in Japan aktiv und leitet Konzerte regelmäßig u.a. mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, sowie dem Osaka Symphony Orchestra.