Di 14.05.24, 19.00 Uhr

Unter der Pyramide, Kreissparkasse
Heilbronn

 

TICKETINFO

 

Bettina Aust Klarinette Götz Engelhardt Viola Ingmar Lazar Klavier
 

Clara Schumann
Drei Romanzen für Klarinette und Klavier op. 23

Robert Schumann
Märchenerzählungen op. 113

Felix Mendelssohn Bartholdy
Variations sérieuse

Max Bruch
8 Stücke op. 83 (Auswahl)

Wolfgang Amadeus Mozart
Trio für Klarinette, Viola und Klavier Es-Dur KV 498 "Kegelstatt"

 

 

Mozarts tiefe Liebe zu den beiden Instrumenten Klarinette und Viola äußert sich nirgends unmittelbarer als im sogenannten „Kegelstatt-Trio“ aus dem Jahr 1786. Sollte Mozart dieses Werk – wie die Legende berichtet – tatsächlich beim Kegeln geschrieben haben, so zeugt dies von seiner unfassbaren Fähigkeit, sich im Komponieren vollständig von seiner realen Umgebung loszusagen. Denn das große Werk beinhaltet – im Gegensatz zu vielen anderen Werken Mozarts – nichts Profanes oder Unseriöses. Und so findet auch die Verehrung für die jugendliche Pianistin, der das Werk gewidmet ist, musikalisch auf reinster moralischer Ebene statt. Nicht wenige Komponisten teilten Mozarts Liebe zu den Mittelstimmen-Instrumenten: Robert Schumann komponierte mehr als 80 Jahre nach Mozart ebenfalls ein Trio in gleicher Besetzung, dessen Titel: „Märchenerzählungen“ ganz in die Geisteswelt der deutschen Hochromantik passt, ohne tatsächlich einen konkreten Bezug auf vorhandene „Märchen“ zu nehmen. Auch Max Bruch bedient sich in seinen „Acht Stücken“ nicht nur der Besetzung, sondern auch der Popularität der „Märchenbilder“, indem er ebenfalls einen Zyklus kleiner Formen wählt, welche nach Farbe und Assoziation frei kombiniert werden können. Geschrieben wurden sie für Max Bruchs Sohn Max Felix, der ein hervorragender Klarinettist gewesen sein muss. Abgerundet wird das Programm durch Mendelssohns „Variations serieuses“ eines seiner bedeutendsten Klavierwerke, in welchem sich brillanter Klaviersatz und romantische Gefühlswelt beglückend die Hand reichen.