So 27.11.22, 19.30 Uhr

Jesuitenkirche Solothurn
Solothurn

 

Robert Fuchs
Serenade für Streicher Nr. 3 e-Moll op. 21

Felix Mendelssohn Bartholdy
Konzert für Violine und Streichorchester d-Moll

Paul Hindemith
Trauermusik für Viola und Streichorchester

Antonín Dvořák
Serenade für Streicher E-Dur op. 22

 

Isabelle van Keulen Violine &  Viola
Case Scaglione Leitung
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

 

 

Robert Fuchs, Freund von Johannes Brahms, ist vor allem als Lehrer so bedeutender Größen wie Gustav Mahler, Richard Strauss, Jean Sibelius und Franz Schreker in die Musikgeschichte eingegangen. Sein eigenes kompositorisches OEuvre ist dagegen eher in Vergessenheit geraten. Seine dritte von insgesamt fünf Serenaden steht dank ihres musikalischen Einfallsreichtums berühmten Geschwisterwerken, wie die des Böhmen Antonín Dvorák, kaum nach. Dvoráks Serenade entstand 1875 – in einer Zeit, als er endlich auch als Komponist wahrgenommen und gefeiert wurde. Auf dem Höhepunkt seines Ruhmes befand sich Paul Hindemith, als er ab Mitte der 1930er Jahre zunehmend von den Nationalsozialisten attackiert wurde. 1938 ging er deshalb in die Schweiz, 1940 ins amerikanische Exil. Enge persönliche Kontakte unterhielt der versierte Bratscher Hindemith stets auch nach Großbritannien – eine Folge davon: seine Trauermusik für Viola und Streichorchester, entstanden anlässlich des Todes von König George V. und von der BBC zur Uraufführung gebracht. Zu den verfemten Komponisten der Nazi-Jahre gehörte auch Felix Mendelssohn Bartholdy. Seinen Ruf als Wunderkind haben seine zwölf Streichersinfonien begründet, ebenso sein frühes Violinkonzert d-Moll, geschrieben vom 13-Jährigen in Berlin. Dieses bietet nicht nur jede Menge Virtuosität, sondern zeugt auch von Mendelssohns Verehrung für Johann Sebastian Bach.

 

 

 

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