8. Heilbronner Konzert - STÜCKE DER NACHT

Mi 19.04.23, 19.30 Uhr

Harmonie Heilbronn
Theodor-Heuss-Saal

18.45 Konzerteinführung

 

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Antonín Dvořák
Nocturne H-Dur op. 40

Carl Maria von Weber
Quintett für Klarinette und Streicher B-Dur op. 34

Krzysztof Penderecki
Sinfonietta Nr. 2 für Klarinette und Streicher

Josef Suk
Serenade Es-Dur op. 6

 

Daniel Ottensamer Klarinette
Philippe Bach Leitung
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

Wichtiger Hinweis: Der ursprünglich angekündigte Case Scaglione musste die Leitung des Konzertes leider kurzfristig aus persönlichen Gründen abgeben.

 

Etwas kompliziert mutet die Entstehung des Nocturnes in H-Dur op. 40 von Antonín Dvorák an. Ursprünglich ein »Andante religioso« aus einem frühen e-Moll-Streichquartett, bearbeitete er dieses »Nachtstück« für Streichquintett einschließlich Kontrabass, bevor zwei weitere Versionen für Violine und Klavier einerseits, sowie für Streichorchester andererseits 1883 im Druck erschienen. Einfacher war es da schon für Josef Suk, als dieser neun Jahre später seine Serenade Es-Dur für Streicher schrieb. Trotz der Ähnlichkeit zum Pendant seines Schwiegervaters Dvorák beweist Suk hier eine bemerkenswerte Eigenständigkeit. Gerade das Adagio seiner Serenade mit seiner mehrfachen Teilung der Celli evoziert ein nächtliches Stimmungsbild – zart-romantische Klangsprache allerbester Machart. Als wichtiger Wegbereiter der musikalischen Romantik gilt Carl Maria von Weber, sei es mit Opern wie »Euryanthe« oder »Freischütz« oder auch mit seinen Kompositionen für die Klarinette. Für das romantischste aller Blasinstrumente hat Weber nicht nur zwei große Konzerte, sondern auch ein feurig-virtuoses Quintett für Klarinette und Streicher in B-Dur hinterlassen. In gleicher Besetzung, aber stilistisch im völligen Kontrast dazu schrieb Krzysztof Penderecki 1994 die Sinfonietta Nr. 2 für Klarinette und Streicher. Dieses eher introspektive Werk reiht eine Nocturne, ein gedrungenes Scherzo sowie eine Serenade aneinander, um mit einem breitangelegten Abschied zu enden. Eine musikalische Mahnung des Pazifisten Penderecki vor Leid, Krieg und Tod?

 

Daniel Ottensamer

Sowohl als Solist und Kammermusiker, als auch in seiner Funktion als Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker konzertiert Daniel Ottensamer mit namhaften Orchestern und bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten in den wichtigsten Musikzentren der Welt. Zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben wie dem "Carl Nielsen International Clarinet Competition" in Dänemark 2009, begleiteten seinen künstlerischen Werdegang. Zu den solistischen Höhepunkten der Vergangenheit gehörten Daniel Ottensamers Debut mit den Wiener Philharmonikern und dem Klarinettenkonzert von Carl Nielsen sowie seine Auftritte als Solist unter Lorin Maazel, Gustavo Dudamel, Andris Nelsons, Adam Fischer, Ivor Bolton etc. Auf CD erschienen ua. die Einspielung des Klarinettenkonzertes von W.A. Mozart mit dem Mozarteumorchester Salzburg. 2019 erschien „La Vie en Rose“, mit einer Sammlung französischer Werke für Klarinette und Orchester sowie 2020 eine Aufnahme der Brahms-Sonate, orchestriert von Luciano Berio (Sony Classical). Daniel Ottensamer ist Gründungsmitglied des Ensembles "Philharmonix“, das ein musikalisches Repertoire von Klassik über Jazz und Klezmer bis hin zu Pop und Swing abdeckt und 2018 den „Opus Klassik“ gewann. Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Musikerpersönlichkeiten wie Daniel Barenboim, Angelika Kirchschlager, Barbara Bonney, Thomas Hampson, Bobby McFerrin, Krassimira Stoyanova, Heinrich Schiff, Julian Rachlin und das Hagen Quartett.

 

Philippe Bach

Der 1974 geborene Philippe Bach studierte an der Musikhochschule Bern und am Conservatoire de Genève Horn, ehe er dann ein Dirigat-Studium an der Musikhochschule Zürich begann und am Royal Northern College of Music in Manchester fortsetzte. Der gebürtige Schweizer gewann zahlreiche Auszeichnungen, darunter erste Preise beim Schweizerischen Dirigierwettbewerb und beim International Jesús Lopez Cobos Opera Conducting Competition 2006. Im Teatro Real war Bach zunächst Assistent von Jesús López Cobos, woraufhin er 2007 ebenda seinen Einstand mit Giacomo Puccinis Oper „Madama Butterfly“ feierte und auch an der Hamburger Staatsoper debütierte. Es folgte das Amt des Ersten Kapellmeisters und stellvertretenden Generalmusikdirektors am Theater Lübeck von 2008 bis 2010, anschließend das Amt des Generalmusikdirektors an der traditionsreichen Meininger Hofkapelle. Seit 2012 leitet Philippe Bach als Chefdirigent das Berner Kammerorchester, vier Jahre kam dieselbe Funktion an der Kammerphilharmonie Graubünden hinzu. Als Gast stand der vielseitige Dirigent schon am Pult des Tonhalle Orchester Zürich, des London Philharmonic Orchestra, des BBC Philharmonic Orchestra, des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, des Helsinki Philharmonic Orchestra und des Bournemouth Symphony Orchestra. CD-Aufnahmen für die Labels BIS, Claves, Naxos und Telos ergänzen seine umfangreiche künstlerische Tätigkeit. Philippe Bach arbeitet erstmals mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn zusammen.

 

 

 

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