7. Heilbronner Konzert - EXQUISITES DOPPEL

Mi 22.03.23, 19.30 Uhr

Harmonie Heilbronn
Theodor-Heuss-Saal

18.45 Konzerteinführung

 

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Georg Friedrich Händel
Konzert für Tasten, Streicher und B.c. g-Moll HWV 289

Harald Genzmer
Konzert für Trompete, Klavier und Streicher

Georg Friedrich Händel
Eternal source of light divine
(arr. für Klavier, Piccolotrompete und Streicher von Martin Stadtfeld)

Carl Philipp Emanuel Bach
Sinfonie Nr. 5 h-Moll Wq 182/5

Johann Sebastian Bach
Sinfonia "Wir danken Dir Gott"
(arr. für Klavier, Piccolotrompete und Streicher von Martin Stadtfeld)

 

Selina Ott Trompete
Martin Stadtfeld Klavier und Leitung
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

 

 

Im stilistischen Übergang von Spätbarock und Wiener Klassik agierte der Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel. Neben Oratorien und Klaviermusik hinterließ der sogenannte »Hamburger Bach« einige frühe Beiträge zur Gattung der Sinfonie. Sechs davon, die er als Zyklus Wq 182/5 zusammenfasste, entstanden für den Privatgebrauch der Wiener Geistesgröße Gottfried van Swieten. Dieser wiederum sollte später ein wichtiger Impulsgeber für Mozart werden, speziell was dessen Beschäftigung mit der Musik von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel betrifft. Die beiden Barock-Größen, die sich im übrigen niemals persönlich begegnet sind, waren und sind für Generationen von Musikern eine nie versiegende Inspirationsquelle. So auch für Martin Stadtfeld, dessen internationale Pianisten-Karriere mit einer Bach-Einspielung begann. Stadtfeld hat sich bei zwei Kantaten bedient – Händels 1713 entstandener »Eternal source of light divine« sowie Bachs Sinfonia »Wir danken Dir Gott« BWV 29 – und daraus Arrangements für Klavier, Piccolo-Trompete und Streicher erstellt. Für das exquisite Doppel Trompete und Klavier hat auch der aus Norddeutschland stammende Hindemith-Schüler Harald Genzmer komponiert. Sein 1996 entstandenes Doppelkonzert orientiert sich dabei weniger an barocken Harmonien und Satzmustern, als vielmehr an einem beliebten Vorläufer: dem 1. Klavierkonzert von Dmitri Schostakowitsch.

 

Selina Ott

Als erste Frau überhaupt in der siebzigjährigen Geschichte des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD gewann Selina Ott 2018 im Alter von nur 20 Jahren den ersten Preis in der Kategorie Trompete. Sie wurde umgehend zu führenden Orchestern wie dem WDR Sinfonieorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin Tonkünstler-Orchester Niederösterreich und der Tschechischen Philharmonie, zu internationalen Festivals wie dem Bachfest Leipzig, Grafenegg, Rheingau Musik Festival, Sauerland Herbst, Festival Emergents Barcelona, Herbstgold Festival Eisenstadt, Musikfest Bremen und den SWR Schwetzinger Festspielen sowie in Konzertsäle wie dem Wiener Konzerthaus, Musikverein Wien, Philharmonie Berlin und Rudolfinum Prag eingeladen. Als Solistin spielte sie bereits mit dem WDR Sinfonieorchester, Hamburger Symphoniker, Haydn Philharmonie, Nordwestdeutsche Philharmonie, Collegium Musicum Basel, Philharmonische Orchester Hagen u.a., sowie in der Kölner Philharmonie, Philharmonie Essen, Wiener Konzerthaus, Mozarteum Salzburg, Musikverein Wien und dem Musical Theater Basel.

Martin Stadtfeld

Begonnen hat die Laufbahn von Martin Stadtfeld mit einem Klavier vom Räumungsverkauf. Schon mit sieben Jahren steht sein Berufswunsch fest: Konzertpianist. Früh erkundet er die Regeln und Geheimnisse von Kontrapunkt und Harmonielehre; als Jungstudent kommt er in Frankfurt in die Klasse von Lev Natochenny. Es beginnt die Zeit, in der Stadtfeld bei Wettbewerben für Furore sorgt, er gewinnt Preise in Paris, in Bozen – und in Leipzig. Den dortigen Bach-Wettbewerb kann Martin Stadtfeld im Jahr 2002 als Gewinner des ersten Preises für sich entscheiden. Es ist dies eine Auszeichnung mit Symbol-Charakter. Denn die Musik von Johann Sebastian Bach ist für den Pianisten wie das Cape Canaveral der Musik. Von hier aus führen alle Wege in den Kosmos der Musikgeschichte. Kein Wunder also, dass Stadtfelds erste CD-Aufnahme wie eine Rakete zündet: Ausgerechnet mit einem der heikelsten Werke der gesamten Klavierliteratur, mit Bachs „Goldberg-Variationen“, beginnt der 22-jährige Pianist seine Aufnahme-Karriere. Wie einst Glenn Gould – noch dazu beim selben Label. Das Presse-Echo ist weltweit groß und inzwischen ist Martin Stadtfeld heimisch auf den berühmten Konzertpodien der Welt und Gast bei den großen Orchestern und Festivals.

 

 

 

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