Do 17.03.22, 19.30 Uhr

Harmonie Heilbronn
Theodor-Heuss-Saal

18.45 Konzerteinführung

 

TICKETS ab 17.02.2022

 

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 47 G-Dur Hob. I:47 »Palindrom«

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Flöte und Orchester Nr. 1 G-Dur KV 313

Anton Arensky
Quartett für Streichorchester op. 35a «Dem Andenken an P. I. Tschaikowsky«

 

Ana de la Vega Flöte
Ruben Gazarian Leitung
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

 

Wer hätte gedacht, dass Mozart ausgerechnet die Flöte nicht besonders schätzte – hatte sie es doch bis in den Titel der weltberühmten »Zauberflöte« geschafft? Trotz der dokumentierten Abneigung schrieb Mozart seiner Schwester Nannerl zum 26. Geburtstag gleich mehrere Werke für Flöte, darunter das 1. Flötenkonzert KV 313. Joseph Haydn plagten an seinem langjährigen Dienstort, dem Hofe des Fürsten Esterházy, des öfteren Einsamkeitsgefühle – es sollte der Nährboden sein für eine Vielzahl umso kreativerer Kompositionen. Zum Beispiel seiner Sinfonie Nr. 47: Gemäß ihrem Beinamen »Palindrom« hat Haydn einzelne Passagen kurzerhand rückwärts komponiert. Das isolierte Leben am Hofe wird von der Musikwissenschaft gar als ein entscheidender Faktor für Haydns kompositorischen Reifeprozess angesehen. So wurde er auch zum Wegbereiter für die Gattung Streichquartett. Mit seinem 2. Streichquartett op. 35a hat Anton Arensky einen Sonderweg beschritten: Ursprünglich verzichtete er auf die zweite Violinstimme, dafür nahm er – neben der Bratsche – noch ein zweites Cello mit in den Quartettverbund auf. Diese ungewöhnliche Formation steht für eine warme, dunkel getönte Klangwelt, in der sich Arenskys Reaktion auf den plötzlichen Tod Tschaikowskys niederschlug. Seinem Andenken hat Arensky nicht nur das Werk gewidmet, sondern im 2. Satz auch ein Thema des von ihm hochverehrten Kollegen variiert.

 

Ana de la Vega

Seit ihrer 2018 veröffentlichten Debütaufnahme mit Konzerten von Mozart und Myslevicek gehört die australische Flötistin Ana de la Vega zu den beliebtesten und bekanntesten SolistInnen der jüngeren Generation in der europäischen Klassikszene. Hochgelobt für ihre "überlegene, meisterhafte Technik" (Fono Forum), ihr "federleichtes Spiel" (Der Spiegel) und ihre "unaufdringliche Virtuosität" (Pizzicato) bringt Ana de la Vega ihr frisches und leidenschaftliches Musizieren regelmässig auf die grossen Bühnen Europas. Neben ihrer regen Konzerttätigkeit war Ana de la Vega bereits zweimal als Protagonistin von Musikdokumentationen auf ARTE zu sehen: “Ana de la Vega und die Flöte“, zuerst ausgestrahlt 2020 erzählt von ihrer Kindheit in Australien, ihrem Studium in Paris und ihrer Liebe für Mozart. In “Bach - Musik für die Ewigkeit” begibt sie sich auf Spurensuche nach den Brandenburgischen Konzerten. Zeitgleich erschien im Frühjahr 2021 ihre Aufnahme dreier Brandenburgischer Konzerte mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, “Bach Unbuttoned“. Konzerthighlights der letzten Jahre beinhalten Soloauftritte mit den Lucerne Festival Strings, English Chamber Orchestra, Bremer Philharmoniker, Bayerische Kammerphilharmonie, Bochumer Symphoniker, Dresdner Kapellsolisten, und Trondheim Soloists sowie Debüts im Concertgebouw Amsterdam, Berliner Philharmonie, Elbphilharmonie Hamburg, Wigmore Hall & Cadogan Hall London, Philharmonie Essen und Philharmonie im Gasteig München. Geboren als Kind argentinischer und britischer Eltern, wuchs Ana auf einer Farm in New South Wales, Australien auf. Sie studierte Flöte an der Universität von Sydney und am Conservatoire Supérieur de Paris. Sie ist weltweite Botschafterin für Altus handgefertigte japanische Flöten.

 

Ruben Gazarian

Ruben Gazarian ist seit der Spielzeit 20/21 neuer Generalmusikdirektor des Theaters Altenburg Gera. Von 109 Kandidat*innen konnte er „das Orchester, das Musiktheater-Ensemble und die Theaterleitung mit seiner frischen Musizierlust, seiner Expertise und seinen differenzierten Klangvorstellungen am meisten überzeugen“, so die Pressemitteilung des Theaters. Gazarian war 16 Jahre lang, zwischen 2002 und 2018, Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn. Auch nach seinem Ausscheiden aus diesem Amt bleibt Gazarian dem Orchester verbunden und gastiert beim WKO regelmäßig. Zusätzlich zu dieser Chefposition übernahm Ruben Gazarian im Januar 2015 die künstlerische Leitung des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt und leitete das GKO sechs Jahre bis Ende 2020. Auch diesem Orchester bleibt Gazarian als Gastdirigent weiterhin verbunden. Ruben Gazarian gastierte bei zahlreichen renommierten Orchestern: WDR-Sinfonieorchester Köln, hr-Sinfonieorchester Frankfurt, Hamburger Symphoniker, Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, Wroclawer Philharmonische Orchester, Orchestre National de Lyon, Orchester der Oper Tel Aviv, Belgrader Philharmoniker, Zürcher Kammerorchester sind nur einige Beispiele. Erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet Ruben Gazarian mit so namhaften Solisten wie Khatia Buniatishvili, Gautier und Renaud Capuçon, Julia Fischer, Hilary Hahn, Maximilian Hornung, Sharon Kam, Sabine Meyer, Daniel Müller-Schott, Beaux Arts Trio, Gewandhaus-Quartett und vielen anderen.

 

 

 

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