Fr 18.03.22, 19.30 Uhr

Kornhaussaal
Kornhaus Ulm

 

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 47 G-Dur Hob. I:47 »Palindrom«

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Flöte und Orchester Nr. 1 G-Dur KV 313

Anton Arensky
Quartett für Streichorchester op. 35a «Dem Andenken an P. I. Tschaikowsky«

 

Ana de la Vega Flöte
Ruben Gazarian Leitung
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

 

Wer hätte gedacht, dass Mozart ausgerechnet die Flöte nicht besonders schätzte – hatte sie es doch bis in den Titel der weltberühmten »Zauberflöte« geschafft? Trotz der dokumentierten Abneigung schrieb Mozart seiner Schwester Nannerl zum 26. Geburtstag gleich mehrere Werke für Flöte, darunter das 1. Flötenkonzert KV 313. Joseph Haydn plagten an seinem langjährigen Dienstort, dem Hofe des Fürsten Esterházy, des öfteren Einsamkeitsgefühle – es sollte der Nährboden sein für eine Vielzahl umso kreativerer Kompositionen. Zum Beispiel seiner Sinfonie Nr. 47: Gemäß ihrem Beinamen »Palindrom« hat Haydn einzelne Passagen kurzerhand rückwärts komponiert. Das isolierte Leben am Hofe wird von der Musikwissenschaft gar als ein entscheidender Faktor für Haydns kompositorischen Reifeprozess angesehen. So wurde er auch zum Wegbereiter für die Gattung Streichquartett. Mit seinem 2. Streichquartett op. 35a hat Anton Arensky einen Sonderweg beschritten: Ursprünglich verzichtete er auf die zweite Violinstimme, dafür nahm er – neben der Bratsche – noch ein zweites Cello mit in den Quartettverbund auf. Diese ungewöhnliche Formation steht für eine warme, dunkel getönte Klangwelt, in der sich Arenskys Reaktion auf den plötzlichen Tod Tschaikowskys niederschlug. Seinem Andenken hat Arensky nicht nur das Werk gewidmet, sondern im 2. Satz auch ein Thema des von ihm hochverehrten Kollegen variiert.

 

 

 

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