Sa 19.10.19 20 Uhr

Forum am Schlosspark Ludwigsburg

 

So 20.10.19 Aalen

 

Ludwig van Beethoven

Ouvertüre zu „Coriolan“ c-Moll op. 62

Robert Schumann

Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129

Johann Willem Wilms

Sinfonie Nr. 6 d-Moll op. 58

 

Daniel Müller-Schott Violoncello
Jan Willem de Vriend Leitung

Robert Schumann startete 1850 euphorisch als Städtischer Musikdirektor von Düsseldorf. Im Gepäck hatte er sein brandneues Cellokonzert, von dem seine Frau Clara schwärmte, dass es „so recht im Cellocharakter“ geschrieben sei. Aber dann fand er keinen Solisten, der es spielen wollte, weil es angeblich „zu wenig klingend und melodiös“ sei. So gelang es erst dem großen Pablo Casals, dieses erste bedeutende Cellokonzert seit Haydn und Boccherini im Konzertsaal durchzusetzen. Beethovens dramatische „Coriolan“- Ouvertüre hingegen zündete zwar sofort, aber anders als erwartet: Sie entstand zur gleichnamigen römischen Tragödie des Dichters Heinrich Joseph von Collin, allerdings erst, als diese in Wien nicht mehr auf dem Spielplan stand. So wurde sie zu einer der ersten selbständigen Konzertouvertüren. Der lange in Amsterdam wirkende Beethoven-Zeitgenosse Johan Willem Wilms gewann 1820 mit seiner sechsten Sinfonie einen großen Kompositionswettbewerb, geriet jedoch bald darauf mitsamt seinem Werk in Vergessenheit. Erst engagierten Dirigenten wie Jan Willem de Vriend ist es zu verdanken, dass die Musik des „niederländischen Beethoven“ heute wieder Funken schlägt.

 

Daniel Müller-Schott

„... Er spielt mit existenzieller Dringlichkeit“ Stuttgarter Nachrichten

Daniel Müller-Schott zählt zu den weltweit gefragtesten Cellisten und ist auf allen großen internationalen Konzertbühnen zu hören. Seit über zwei Jahrzehnten begeistert er sein Publikum als Botschafter der klassischen Musik im 21. Jahrhundert. Die New York Times würdigt seine „intensive Expressivität“ und beschreibt ihn als „einen furchtlosen Spieler mit überragender Technik“. Neben der Aufführung der großen Cellokonzerte und der Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten und Musikern wie Krzysztof Urbański oder Ann-Sophie Mutter, hat Daniel Müller-Schott eine große Leidenschaft für die Entdeckung unbekannter Werke und die Erweiterung des Cello-Repertoires, etwa durch eigene Bearbeitungen sowie die Zusammenarbeit mit den Komponisten unserer Zeit.

Jan Willem de Vriend

"De Vriend brachte das mit knackigem Schwung herüber, sehr stilsicher, er vermittelte seine Absichten gut an das Orchester, und das obwohl (oder vielleicht gerade weil) er ohne Taktstock dirigierte ..."  Rheinische Post

Jan Willem de Vriend ist erster Gastdirigent des Orchestre National de Lille sowie Principal Conductor des Residentie Orkest Den Haag. 1982 gründete er das Combattimento Consort Amsterdam, ein Ensemble, das sich unter Berücksichtigung der historischen Aufführungspraxis überwiegend den Werken des 17. und 18. Jahrhunderts, jedoch unter Verwendung modernen Instrumentariums, widmet. Mit seinem Ensemble spielte er zahlreiche CD-, Radio- und Fernseh-Aufnahmen ein, die nicht nur in der holländischen Presse hoch gelobt wurden.

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