Es war eine spontane Eingebung: Bei einem der wenigen WKO-Gastspiele vor dem erneuten Lockdown sprang der junge Cellist Friedrich Thiele im Oktober 2020 kurzfristig als Solist für die Rokoko-Variationen Tschaikowskys im Wiesbadener Herzog-Friedrich-August-Saal ein. Ein Volltreffer, denn besser und stimmiger hätte eine musikalische Begegnung kaum sein können. Sogleich wurde die Liaison zwischen Friedrich Thiele und dem WKO beschlossen und exklusiv für ihn die Künstlerverbindung »WKO-Young- Artist« geschaffen.

Friedrich Thiele ist beglückt: »Ich bedanke mich herzlich für das Vertrauen, mich als Young-Artist ausgewählt zu haben und freue mich schon riesig auf die kommenden Konzerte. Bei unserem ersten gemeinsamen Konzert im Oktober 2020 konnte man die beidseitige Freude am Musizieren bereits spüren – wir haben tolle Stimmungen kreiert. Umso gespannter bin ich nun, was wir noch zusammen auf die Beine stellen können.

Das WKO steht für Spielfreude und Flexibilität, was sich jeder Solist sehnlichst wünscht.« Das WKO ist seit jeher an der Zusammenarbeit mit neuen, jungen Ausnahmetalenten interessiert, die es fordern und fördern kann. Wir freuen uns auf viele, besondere Projekte!

Friedrich Thiele - Vita

Der Cellist Friedrich Thiele, Jahrgang 1996, gewann zahlreiche nationale und internationale Preise, darunter den 2. Preis, Publikumspreis und Preis für die beste Interpretation des Auftragswerks beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2019. Thiele kann als Solist auf eine umfangreiche Gasttätigkeit mit renommierten Orchestern im In- und Ausland blicken. Seinen Bachelor of Music erhielt er 2021 an der Hochschule für Musik »Franz Liszt« in Weimar. Nun studiert er an der Kronberg Academy in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt. Seit 2021 ist Thiele 1. Konzertmeister der Violoncelli in der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Als leidenschaftlicher Kammermusiker durfte er bereits bei hochkarätigen Kammermusikfestivals auftreten und spielte dort u. a. mit Igor Levit, Benjamin Beilman, Volker Jacobsen, Viviane Hagner und Marc-André Hamelin. Seit 2010 wird er von der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert und spielt ein französisches Cello aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds.