Vivi Vassileva, Percussion
Verzaubert
»Vivi Vassilevas Spiel reißt das Publikum von den Stühlen« Risto Joost Leitung (Westdeutsche Zeitung). Sie wird nicht nur für ihre brillante Technik, die herausragende Virtuosität und ihre athletische Performance gefeiert, sondern verzaubert auch durch ihre tolle Ausstrahlung. Einige Heilbronner haben Vivi Vassileva bereits Ende 2024 gemeinsam mit WKO Artistic Partner Frank Dupree in der Kammerkonzertreihe Unter der Pyramide erlebt.
Nun kommt sie wieder in die Neckarstadt und präsentiert John Coriglianos überbordendes Orchesterkonzert »The Conjurer« (»Der Zauberer«) in der Harmonie. Die Vorstellung, ein Konzert für Solo-Percussion und Orchester zu schreiben, löste in Corigliano, wie er selbst sagt, zunächst »blankes Entsetzen« aus. Und doch schuf er auf die Bitte der Percussionistin Evelyn Glennie hin ein fulminantes, energiegeladenes Konzert, das sich in drei Teile gliedert: Wood, Metal und Skin, die den Materialien der jeweiligen Percussion-Instrumente folgen, nämlich das Marimbaphon, das Vibrphon und die Pauken. Das Schlagwerk steht im Zentrum der Musik, die wie geschaffen für Vivi Vassilevas Energie scheint.
Umrahmt wird das Percussionfeuerwerk von Strawinskys »Concerto in ré« und einem echten Klassiker. Mit seinem reinen Streicherstück knüpft Strawinsky als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts an das Concerto grosso des Barock an, insbesondere an Bachs Brandenburgische Konzerte. Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonie Nr. 40 in g-Moll, deren 1788 entstandenes und weltberühmtes Thema trotz seiner vielfältigen Verwendung, vom Pop-Arrangement bis hin zum Handy-Klingelton, keinerlei Abnutzungserscheinungen zeigt und ist nicht nur für Fans der Wiener Klassik ein absolutes Highlight.
Vivi Vassileva, Percussion
Risto Joost, Leitung
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
IGOR STRAWINSKY
Concerto in Re
JOHN CORIGLIANO
»The Conjurer«
WOLFGANG A. MOZART
Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550
ABO-KONZERT HEILBRONN #2
DO 22.10.26 | 19.30 Uhr
Heilbronn, Harmonie
Einführung 18.50 Uhr
Vivi Vassileva
Als »eine Künstlerin, die das Publikum mitnimmt und die Grenzen der Percussionwelt erkundet und verschiebt« wird Vivi Vassileva nicht nur für ihre brillante Technik, sondern auch für ihre herausragende Virtuosität und ihre athletische Performance gefeiert. An der Spitze einer neuen Generation von Schlagzeugern stehend, bringt sie das Schlagzeug als Instrument des 21. Jahrhunderts zur Geltung. Die Saison 2025/26 hält zahlreiche Höhepunkte für Vivi Vassileva bereit, darunter Konzerte mit Lathi Sinfonia, Junge Deutsche Philharmonie, Zürcher Kammerorchester, Klangforum Wien, Zagreb Philharmonic, Britten Sinfonia und l'Orchestra della Svizzera Italiana. Außerdem steht sie abermals an der Spitze der Percussive Planet Reihe des Wiener Konzerthauses, die sie in der Saison 2023/24 übernommen hat. Ihre Kammermusik Projekte führen sie unter anderem in das Prinzregententheater München und Wiener Konzerthaus. Vivi Vassileva wird auch zu angesehen Festivals, wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, zurückkehren. Höhepunkte aus der vergangenen Saison waren unter anderem die Premiere des Percussion Concerto A Savage Beat des finnischen Komponisten Sauli Zinovjev mit dem Beethoven Orchester Bonn, eine Tour mit Luxembourg Philharmonic und die Aufnahme von zwei sehr renommierten Schlagzeugkonzerten, zum einen Daníel Bjarnasons Inferno mit dem Iceland Symphony Orchestra, und zum anderen Gregor A. Mayrhofers Recycling Concerto mit dem SWR Symphonieorchester. Vivi Vassileva gibt leidenschaftlich gerne neue Werke in Auftrag, um das Schlagzeugrepertoire zu erweitern, darunter Werke von Bushra El-Turk, Christian Jost, Avner Dorman, Sauli Zinovjev und Gregor A. Mayrhofer. Ihr Konzertrepertoire beinhaltet außerdem Werke von Kalevi Aho, Oriol Cruixent, Tan Dun, John Corigliano, Avner Dorman, Friedrich Cerha, Daníel Bjarnason and Keiko Abe. Vivi Vassileva wird für ihren innovativen Programmstil bewundert und bietet ihrem Publikum neue Möglichkeiten, das Schlagzeug kennenzulernen, zum Beispiel in Form von Umweltprojekten mit Percussioninstrumenten aus recycelten Materialien. Sie tritt regelmäßig mit Partnern wie dem Pianisten Frank Dupree und dem Gitarristen Lucas Campara Diniz sowie mit ihrem eigenen Percussionensemble Extasi in Sälen wie der Berliner Philharmonie, Tonhalle Zürich, Konzerthaus Dortmund, Philharmonie Essen, Wiener Konzerthaus, Snape Maltings und auch bei renommierten Festivals wie den Salzburger Festspielen, Gstaad Menuhin Festival, Solsberg Festival und dem Schleswig-Holstein Musik Festival auf. Seit 2019 ist sie bei Outhere Music France für deren Label Alpha Classics unter Vertrag. Auf ihrem Debütalbum Singin' Rhythm sind Werke von Guillo Espel, Eric Sammut, Oriol Cruixent und Keiko Abe zu hören, die meisten davon Ersteinspielungen, daneben aber auch einige selten zu hörende oder uraufgeführte Arrangements und Kompositionen von Vassileva selbst. Vassileva begann ihre Ausbildung im Alter von zehn Jahren bei Claudio Estay und wurde später als jüngstes Mitglied in das Bundesjugendorchester Deutschlands aufgenommen. Es folgten weitere Erfolge, darunter Preise bei internationalen Wettbewerben und Sonderpreise beim renommierten ARD-Musikwettbewerb 2014. Für ihre eigene Komposition und Bearbeitung des bulgarischen Volkslieds »Kalino Mome« erhielt sie den Kulturkreis Gasteig Musikpreis 2016. Im Jahr 2017 erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis und in 2023 den Leonard-Bernstein Preis. Vivi Vassileva ist Absolventin der Universität Mozarteum Salzburg wo sie unter der Leitung von Martin Grubinger studierte.



