So 23.10.22, 17.00 Uhr

Stadtkirche
Brugg

 

Benjamin Britten
Simple Symphony

Loris Tjeknavorian
Violinkonzert Nr. 1

Edvard Grieg
Holberg-Suite op. 40

Samuel Barber
Adagio for strings

Wojciech Kilar
Orawa

 

Sebastian Bohren Violine
Emmanuel Tjeknavorian Leitung
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

 

 

Sein Studium am Londoner Royal College of Music schloss Benjamin Britten 1934 unter anderem mit der Komposition »Simple Symphony« ab. Die nur scheinbar einfache Struktur dieser Musik hat die Musikwissenschaft interpretiert als Brittens Abschied von seiner »musikalischen Kindheit«. Von tiefer Melancholie erfüllt ist das »Adagio for Strings« des bedeutenden amerikanischen Komponisten Samuel Barber. Ursprünglich ist es der langsame Satz des Streichquartetts op. 11. Seine alles überstrahlende Popularität missfiel Barber – allerdings vergeblich: Bis heute ist das Adagio nicht nur in den USA die populärste »Beerdigungsmusik«. Für das Gegenteil, nämlich Aufbruch, Bewegung und Energie steht das Streicherstück »Orawa« aus der Feder des Polen Wojciech Kilar. Den größten internationalen Erfolg verbuchte Kilar mit seiner Filmmusik für Roman Polanskis Oscar-prämierten Kinofilm »Der Pianist«. Gleich doppelt retrospektiv erscheint Edvard Griegs Holberg-Suite op. 40: Zum einen durch den Bezug auf barocke Satzmuster, zum anderen durch den Widmungsträger Ludvig Holberg, bedeutender Dichter und Schriftsteller Norwegens, zu dessen 200. Geburtstag Grieg eines seiner populärsten Werke komponiert hat. Im Zentrum des von Emmanuel Tjeknavorian geleiteten Programms steht allerdings das folkloristisch inspirierte Violinkonzert seines Vaters Loris, 1937 als armenisches Flüchtlingskind im Iran geboren, heute in Wien ansässig und sowohl als Komponist wie als Dirigent erfolgreich tätig.

 

Sebastian Bohren

Der Geiger Sebastian Bohren besticht sowohl als Solist als auch als Kammermusiker durch die Ausgewogenheit seines Spiels und seiner Repertoireauswahl, dessen Schwerpunkte in der Klassik, der Frühromantik, dem 20. Jahrhundert und der zeitgenössischen Musik liegen. In seiner Schweizer Heimat ist er bereits mit Ensembles und Orchestern wie Sinfonieorchester Basel, Luzerner Sinfonieorchester, Orchestra della Svizzera Italiana, Musikkollegium Winterthur, Argovia Philharmonic, Zürcher Kammerorchester, Kammerorchester Basel, Festival Strings Lucerne, Camerata Zürich, Kammerphilharmonie Graubünden und CHAARTS Chamber Artists aufgetreten. Auf internationalen Bühnen stand er mit St. Petersburg State Academic Cappella, Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, NDR Radiophilharmonie, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Münchner Kammerorchester, Kölner Kammerorchester, Göttinger Sinfonieorchester, Württembergische Philharmonie Reutlingen, Kurpfälzisches Kammerorchester Mannheim, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Stuttgarter Kammerorchester und Orchestra di Padova e del Veneto. Zu den Dirigenten, mit denen er zusammenarbeitete, gehören Philippe Bach, Douglas Boyd, Elim Chan, Thierry Fischer, James Gaffigan, Clemens Heil, Heinz Holliger, Axel Kober, Patrick Lange, Andrew Litton, Andrew Manze, Leo McFall, Christoph Poppen, Gábor Takács-Nagy und Mario Venzago. Er spielt die 1761 in Parma entstandene Violine „Ex-Wanamaker-Hart“ von Giovanni Battista Guadagnini.

 

 

Emmanuel Tjeknavorian

Gefeiert als „Ein Ausnahmetalent“ (Der Tagesspiegel), hat sich der Geiger und Dirigent Emmanuel Tjeknavorian innerhalb kürzester Zeit zu einem der gefragtesten Musiker seiner Generation entwickelt. In der vergangenen Saison debütierte er u.a. beim London Philharmonic Orchestra, Philharmonia Orchestra und der Accademia Nazionale di Santa Cecilia sowie als Dirigent beim Wiener Kammerorchester. Als jüngster „Artist in Residence” in der Geschichte des Wiener Musikvereins gestaltete er zudem einen eigenen Zyklus in diesem traditionsreichen Haus. Zu den Höhepunkten der laufenden Spielzeit gehören Dirigate des Tonkünstler-Orchesters, des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn, der Camerata Ducale Vercelli, der Grazer Philharmoniker sowie der Münchner Symphoniker. Seit September 2017 moderiert er monatlich eine eigene Radio-Show „Der Klassik-Tjek“ auf Radio Klassik Stephansdom. Im Mai 2021 erschien mit dem Tonkünstler-Orchester seine erste CD-Einspielung als Dirigent, welche neben der Scheherazade von Rimski-Korsakow Werke von Glinka und Borodin beinhaltet. Emmanuel Tjeknavorian wurde 1995 in Wien in eine Musikerfamilie geboren, erhielt ab dem Alter von fünf Jahren Geigenunterricht und trat als Siebenjähriger das erste Mal öffentlich mit Orchester auf. Ab 2014 begann er bei seinem Vater, Loris Tjeknavorian, Dirigierunterricht zu nehmen und besuchte Meisterkurse für junge Dirigenten in England und Italien.

 

 

 

 

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