Mi 13.04.22, 19.30 Uhr

Harmonie Heilbronn
Theodor-Heuss-Saal

 

Franz Schubert
Arpeggione-Sonate a-Moll D 821
(arr. für Violoncello da Spalla und Kammerorchester)

Rondo für Violine und Streicher A-Dur D 438

Streichquartett d-Moll D 810 »Der Tod und das Mädchen«
(eingerichtet von Georg Oyen)

 

Sergey Malov Violine, Violoncello da Spalla & Leitung
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

 

Über die Schwierigkeit Schuberts, seinen eigenen Ton als Sinfoniker zu finden, wurde viel geschrieben und disputiert. Bis heute scheiden sich die Geister. Ganz anders sieht es bei seinem Liedschaffen und der Kammermusik aus. Auf beiden Feldern ist Schuberts künstlerische Reputation über jeden Zweifel erhaben. Zu seinem 225. Geburtstag, den wir 2022 feiern, nehmen wir das kammermusikalische Terrain ins Visier. Noch als Kompositionsschüler Antonio Salieris schrieb Schubert das Rondo für Violine und Streicher – eine kompositorische Fingerübung, und doch untrüglicher Vorschein seines Genius‘. Der Beschäftigung mit dem Kunstlied überdrüssig wandte sich Schubert Anfang 1824 verstärkt der Kammermusik zu. Dabei komponierte er eine Sonate für die Arpeggione, ein heute vergessenes, zwischen Gambe und Cello angesiedeltes Instrument. Im gleichen Jahr entstand das Streichquartett Nr. 14, besser bekannt unter dem Beinamen »Der Tod und das Mädchen«. Der Tod, der sich in verführerischer Weise der jungen Frau nähert, dieses Motiv hat Künstler*innen jedweder Gattung immer wieder aufs Neue fasziniert. So auch Schubert. Er hatte die schaurige Szenerie bereits 1817 in einem Lied vertont und griff sie nun in seinem 14. Streichquartett wieder auf. In dem Variationssatz verwandelt Schubert das verzweifelte Flehen des Mädchens über den starren, gleichsam tonlosen Akkorden des Sensenmanns in jede erdenkliche Richtung: zart, spielerisch - und unerbittlich.

 

 

 

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