Do 19.05.22, 19.30 Uhr

Kornhaussaal
Kornhaus Ulm

 

Hans Werner Henze
Fantasia für Streicher

Felix Mendelssohn Bartholdy
Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64

Paul Hindemith
Fünf Stücke für Streichorchester op. 44,4

Robert Schumann
Ouvertüre, Scherzo und Finale op. 52

 

Emmanuel Tjeknavorian Violine
Case Scaglione Leitung
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

 

 

Komponist*innen verbinden mit ihrem Schaffen nicht selten eine außermusikalische Intention. Bei Hans Werner Henze war es die Politik. Ihm ging es um die großen humanitären Fragen seiner Zeit. Die »Fantasia für Streicher« schrieb er als Musik zum Film »Der junge Törless«, der von einem Internatsskandal zur Zeit des Kaiserreichs handelt. Paul Hindemith galt in seiner frühen Schaffensperiode als »Bürgerschreck«, der es liebte, das traditionell-konservative Konzertpublikum zu provozieren. Felix Mendelssohn Bartholdy, Komponist, Kapellmeister in Leipzig und Wiederentdecker des zwischenzeitlich vergessenen J.S. Bach, gehört zu den prägendsten Figuren der Romantik. Für sein Violinkonzert, eines der beliebtesten und wirkungsvollsten Stücke der Gattung, stand hingegen ein Mann Pate, den wir heute eher in die zweite Reihe einordnen: Louis Spohr. Zu Lebzeiten freilich war er neben Paganini der bedeutendste Geigen- Virtuose seiner Zeit. Künstlerische Rangfolgen spielten auch bei Robert Schumann eine Rolle. Dass die Musik an erster Stelle stehen sollte, war zunächst nicht ausgemacht. So beschäftigte er sich neben dem Komponieren auch intensiv mit dem Verfassen von Gedichten, Prosawerken und Dramen. Der sich selbst als Tondichter verstehende Schumann hat sein Opus 52 ursprünglich als Sinfonietta betitelt – was den Kern trifft: Das Werk ist eine komprimierte Sinfonie ohne langsamen Satz.

 

 

 

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