Mi 24.11.21, 19.30 Uhr

Harmonie Heilbronn
Theodor-Heuss-Saal

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 15 B-Dur KV 450

György Ligeti
Konzert für Klavier und Orchester

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

 

Yeol Eum Son Klavier
Case Scaglione Leitung
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
 

 

Manifestiert sich in einer Komposition der persönliche Stil in exemplarischer Weise, so wird ihr gemeinhin der Rang eines Schlüsselwerkes zuerkannt. Ein solches markiert das Klavierkonzert von György Ligeti. Der Spross einer jüdischen, verfolgten Familie betitelte das Klavierkonzert als sein »ästhetisches Credo«: eine in der Freiheit entstandene, somit von äußeren und stilistischen Zwängen losgelöste Musik. Gemeinsam erkunden Soloinstrument und Orchester bis dato unbekannte klangliche und technische Territorien. Ein persönliches Werk anderer Art ist das 15. Klavierkonzert von W. A. Mozart. Er hat es sich selbst als Solist auf den Leib geschrieben. Zwei Jahrhunderte vor Ligeti komponiert, wird es als sein erstes »großes« Klavierkonzert bezeichnet. Pracht- und kunstvoll zugleich kommt es daher - wenig verwunderlich also, dass es Mozart für eine Aufführung 1783 im Hofburgtheater im Beisein von Kaiser Joseph II. auswählte. Im Zeichen seines persönlichen Schicksalsschlages, der beginnenden Taubheit, steht Beethovens 2. Sinfonie. Man mag die Zweite als tönendes Zeugnis innerer Kämpfe deuten. Eindeutig belegt ist die existenzielle Verzweiflung, die von dem 32-jährigen Beethoven Besitz ergriffen hatte: In seinem berühmten, an seine Brüder adressierten Heiligenstädter Testament, offenbart sich in jenen Tagen erstmals das ganze, von der Krankheit hervorgerufene, Ausmaß an Einsamkeit und erlittenem Unverständnis.

 

 

 

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