Mi 24.11.21, 19.30 Uhr

Harmonie Heilbronn
Theodor-Heuss-Saal

18.45 Konzerteinführung

 

TICKETS ab 27.10.2021

 

Harmonie Heilbronn
Theodor-Heuss-Saal

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 15 B-Dur KV 450

György Ligeti
Konzert für Klavier und Orchester

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

 

Yeol Eum Son Klavier
Case Scaglione Leitung
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
 

 

Manifestiert sich in einer Komposition der persönliche Stil in exemplarischer Weise, so wird ihr gemeinhin der Rang eines Schlüsselwerkes zuerkannt. Ein solches markiert das Klavierkonzert von György Ligeti. Der Spross einer jüdischen, verfolgten Familie betitelte das Klavierkonzert als sein »ästhetisches Credo«: eine in der Freiheit entstandene, somit von äußeren und stilistischen Zwängen losgelöste Musik. Gemeinsam erkunden Soloinstrument und Orchester bis dato unbekannte klangliche und technische Territorien. Ein persönliches Werk anderer Art ist das 15. Klavierkonzert von W. A. Mozart. Er hat es sich selbst als Solist auf den Leib geschrieben. Zwei Jahrhunderte vor Ligeti komponiert, wird es als sein erstes »großes« Klavierkonzert bezeichnet. Pracht- und kunstvoll zugleich kommt es daher - wenig verwunderlich also, dass es Mozart für eine Aufführung 1783 im Hofburgtheater im Beisein von Kaiser Joseph II. auswählte. Im Zeichen seines persönlichen Schicksalsschlages, der beginnenden Taubheit, steht Beethovens 2. Sinfonie. Man mag die Zweite als tönendes Zeugnis innerer Kämpfe deuten. Eindeutig belegt ist die existenzielle Verzweiflung, die von dem 32-jährigen Beethoven Besitz ergriffen hatte: In seinem berühmten, an seine Brüder adressierten Heiligenstädter Testament, offenbart sich in jenen Tagen erstmals das ganze, von der Krankheit hervorgerufene, Ausmaß an Einsamkeit und erlittenem Unverständnis.

 

Yeol Eum Son

Yeol Eum Sons anmutige und zeitlose Interpretationen, ihr kristalliner Anschlag und ihre vielseitigen, mitreißenden Darbietungen haben die Aufmerksamkeit des Publikums weltweit auf sich gezogen. Sie gilt als brillante Virtuosin, arbeitet mit bedeutenden Ensembles sowie Dirigent*innen zusammen und wird für ihr vielseitiges Konzertrepertoire gelobt, das von Bach, Mozart, der frühen deutschen und russischen Romantik bis hin zu Gershwin und Ligeti reicht. Zu ihren jüngsten und kommenden Konzertdebüts gehören Auftritte mit dem Budapest Festival Orchestra, dem Helsinki Philharmonic, dem Liège Philharmonic, dem Basel Symphony Orchestra, dem Castilla y León Symphony Orchestra, dem St. Paul Chamber Orchestra und dem Orchestre National d'Île-de-France. 2019 gab Yeol Eum ihr Debüt in der Royal Albert Hall / BBC Proms mit dem BBC Philharmonic Orchestra. Als sensible, emotionale und kraftvolle Rezitalistin gibt Yeol Eum Solo- und Kammermusikkonzerte in der ganzen Welt. Zu ihren wichtigsten Kammermusikprojekten zählen Auftritte mit dem Quatuor Modigliani und dem Belcea Quartett. 2018 wurde Yeol Eum zur künstlerischen Leiterin von Music in PyeongChang, dem größten Musikfestival in ihrem Heimatland Korea, ernannt. Zu Yeol Eums jüngsten Aufnahmen gehören eine reine Schumann-Veröffentlichung (Onyx). Yeol Eum ist Ehrenbotschafterin des Seoul Arts Center und ihrer Heimatstadt Wonju. Sie ist zweifache Gewinnerin des zweiten Preises beim Internationalen Tschaikowsky-Klavierwettbewerb 2011 und beim 13. Internationalen Van-Cliburn-Klavierwettbewerb 2009.

 

 

 

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