Di 23.02.21

Herkulessaal München

 

Anton Webern
Symphonie op. 21

Robert Schumann
Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

 

Federico Colli Klavier
Case Scaglione Leitung

 

 

Töne können sich in Worte verwandelt, sie sind Ausdruck von Ideen, Geschichten und Wegweiser in andere Welten. Anton Weberns musikalischer Weg führte von der Spätromantik in die Atonalität. In seiner Symphonie op. 21 verwendet er ein klassisches Formmodell, der viel analysierte Inhalt macht sich jedoch auf in eine neue musikalische Sprache. Nicht nur die Tonsprache, auch die richtige Gattung musste Robert Schumann für sein Klavierkonzert a-Moll erst finden. Zunächst war es als Phantasie geplant, doch er fand keinen Verleger. Dieser Enttäuschung verdanken wir heute ein Werk von musikhistorischer Bedeutung: Um ein paar Sätze erweitert, ist es das erste Konzert, das einer romantischen Konzeption folgt. Im Auf und Ab der einfachen Melodie findet das Hin- und Hergerissensein der Seele zwischen Utopie und Untergang Ausdruck. „Griechisch-schlank“ nannte Schumann Beethovens 4. Sinfonie, über die kaum mehr bekannt ist, als dass sie 1806 im schaffensreichsten Jahr des Komponisten entstand. Und doch eröffnet dieses klein besetzte, zumeist transparente Werk eine neue musikalische Welt. Ist sie in der klassischen Form und auf den ersten Blick vergnüglich, so tönt im Inneren ein visionärer und brüchiger Inhalt von der bevorstehenden romantischen Zerrissenheit - überraschend moderne Musik!

Federico Colli

Federico Colli, 1988 in Brescia geboren, studierte am Mailänder Konservatorium, an der Imola International Piano Academy und am Salzburger Mozarteum unter der Leitung von Sergio Marengoni, Konstantin Bogino, Boris Petrushansky und Pavel Gililov. Im Jahr 2011 erhielt er vom Bürgermeister von Brescia einen Grosso d'Argento für seine künstlerischen Leistungen, und 2014 wurde er von der Zeitschrift International Piano als einer der 30 Pianisten unter 30 Jahren ausgewählt, die in den kommenden Jahren die Weltbühne dominieren werden. Federico Colli wurde erstmals bekannt, nachdem er 2011 den Salzburger Mozartwettbewerb und 2012 den Internationalen Klavierwettbewerb Leeds gewann. Seitdem konzertiert er mit Orchestern wie dem Mariinsky Orchestra, St. Gallen, St. Gallen und dem Mariinsky Orchestra.

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