Neujahrskonzert 2027
Elisabeth Brauß, Klavier
Das Neujahrskonzert bildet einen festlichen und traditionsreichen Höhepunkt der Konzertsaison des WKO und ist ein musikalischer Auftakt, der das neue Jahr in besonderer Atmosphäre mit Klangfülle, Virtuosität und inspirierendpositiver Energie begrüßt.
Im Zentrum des Programms 2027 steht George Gershwins »Rhapsody in Blue«. Ein Werk, das wie kaum ein anderes die Grenzen zwischen Klassik und Jazz aufhebt. Gershwin wollte den Amerikanern musikalisch eine eigene nationale Identität verleihen und mithilfe der Musik ethnische und kulturelle Grenzen überwinden. Dieses hehre Ziel hat er tatsächlich erreicht und mit der Uraufführung im Februar 1924 als junger unbedeutender Komponist auch seinen eigenen Weltruhm begründet.
Ebenso bedeutungsvoll ist die afro-amerikanische Komponistin Florence Price, eine große musikalische Pionierin, deren Werke als die ersten einer Afroamerikanerin überhaupt von namhaften US-Orchestern aufgeführt wurden. Mit ihrem »Klavierkonzert in einem Satz« bezaubert in der Harmonie die junge, dynamische und dem WKO eng verbundene Pianistin Elisabeth Brauß, die vom Gramophone Magazine für »die Reife und Raffinesse ihrer durchdachten Interpretationen « gelobt wurde, »auf die jeder doppelt so alte Pianist stolz sein würde«.
Zudem erwarten die Besucher:innen neben bekannten Werken von Grieg, Elgar und Bizet eine kleine musikalische Neujahrsüberraschung und ein Stück »Wedding Cake«, wie der Spitzname für Saint-Saëns' betörenden »Valse caprice« op. 76 lautet, da er das Werk einer Freundin zur Hochzeit schenkte.
Elisabeth Brauß, Klavier
Melanie Rothman, Solistin
Risto Joost, Leitung
Württembergisches Kammerorchester
Heilbronn
GEORGE GERSHWIN
»Rhapsody in Blue«
FLORENCE PRICE
Piano Concerto in One Movement (Auszüge)
Suite of Dances
EDVARD GRIEG
»Peer Gynt« Suite Nr. 1
CAMILLE SAINT-SAENS
»Wedding Cake« für Klavier und Streicher
GEORG BIZET
L'Arlésienne, Suite Nr. 2 (Auszüge)
EDWARD ELGAR
»Pomp and Circumstances« March Nr. 1
NEUJAHRSKONZERT
DI 05.01.27 | 19.30 Uhr
Heilbronn, Harmonie
GASTSPIEL NEUJAHRSKONZERT
MI 06.01.27 | 17 Uhr
Amberg, Stadttheater
Elisabeth Brauß
Die Pianistin Elisabeth Brauß wurde vom Gramophone Magazine gelobt für »die Reife und Raffinesse ihrer durchdachten Interpretationen«, die »jedem Pianisten mit dem doppelten Alter Ehre machen würden«. In der Saison 2025/26 gibt Elisabeth Brauß eine Reihe bedeutender Debüts, darunter ihr nordamerikanisches Konzertdebüt mit dem Minnesota Symphony Orchestra mit Anna Clynes ATLAS Concerto unter der Leitung von Andrew Manze. Weitere Debüts führen sie zum Orchestre Philharmonique de Luxembourg, zum Oulu Symphony Orchestra und zum Lahti Symphony Orchestra. Zudem kehrt sie zurück zum Bournemouth Symphony Orchestra, zum BBC Philharmonic sowie zum Göttinger Symphonieorchester. Ihr Rezitaldebüt beim Festival Piano aux Jacobins in Toulouse markiert einen weiteren Höhepunkt der Saison; außerdem ist sie erneut im Konzerthaus Berlin und im Muziekcentrum De Bijloke zu erleben. Ihre langjährige Beziehung zur Wigmore Hall setzt sie mit einem Soloabend und mehreren Kammermusikprojekten fort. Zu den jüngsten Höhepunkten zählt ihre Debüt-Rezitaltournee in den USA in der Saison 24/25 mit Auftritten in der Spivey Hall, der Phillips Collection Washington, bei der La Jolla Music Society sowie beim Gilmore Piano Festival. Weitere bedeutende Auftritte führten sie in die Kölner Philharmonie, die Elbphilharmonie, das Beethoven-Haus Bonn, das Megaron Athen und zum Mänttä Music Festival. Als begeisterte Kammermusikerin ist Elisabeth regelmäßig in ganz Europa zu erleben. Zu ihren häufigen Duo-Partnern zählen der Trompeter Simon Höfele und die Geigerin Noa Wildschut, mit der sie im November 2023 auf Australien-Tournee war. Elisabeth war BBC New Generation Artist und gab 2021 ihr Debüt bei den BBC Proms, wo sie Mozarts Klavierkonzert Nr. 23 mit dem BBC Philharmonic Orchestra aufführte. Im Rahmen einer neuen Partnerschaft zwischen diesem Programm und dem Hallé Orchestra wurde ihr der Terence Judd–Hallé Award verliehen, der an NGA-Absolventen vergeben wird, welche am Beginn einer großen internationalen Karriere stehen. In der Saison 2022/23 war Elisabeth Artist-in-Residence des Edesche Concertzaal, wo sie sowohl Solo- als auch Kammermusikkonzerte gab. Sie arbeitet zudem mit dem Komponisten Max Richter zusammen und trat bei seinem Reflektor Festival in der Elbphilharmonie Hamburg auf. Elisabeths jüngste Aufnahme – das Doppelkonzert von Grażyna Bacewicz mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra unter Nicholas Collon sowie Peter Jablonski – wurde vom BBC Music Magazine mit 5 Sternen ausgezeichnet und zum Konzert des Monats gewählt. Geboren 1995 in Hannover, spielt Elisabeth seit ihrem vierten Lebensjahr Klavier. Sie studierte an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, am Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter sowie bei Jelena Levit, Matti Raekallio, Bernd Goetzke und Igor Levit.



