Liv Migdal, Violine
Das niederländische Klassik-Magazin OpusKlassiek bezeichnete Liv Migdal als »eine Geigerin, wie sie einem unter Tausenden vielleicht einmal begegnet«. Mit dem WKO trifft sie bei diesem Konzertprojekt nun erstmals zusammen. Im Zentrum des Programms stehen die Violinkonzerte von Jean-Marie Leclair, einem der bedeutendsten französischen Geiger des 18. Jahrhunderts. Seine Werke verbinden französische Eleganz mit italienischer Virtuosität: kantable Melodien, tänzerische Leichtigkeit und brillante Solopassagen machen sie zu funkelnden Beispielen barocker Violinkunst.
Mozarts Sinfonie Nr. 6 entstand in seiner frühen Salzburger Zeit und überrascht durch Frische, Klarheit und einen natürlichen musikalischen Fluss. Damit eröffnet die Musik einen lebendigen Blick auf Mozarts schon in jungen Jahren erstaunliches Talent.
Henry Purcells Opernfragment »The Tempest« führt in die Welt des Meeresgottes und lässt tanzende Seeleute, Dämonen, Neptuns Töchter und Meereswunder lebendig werden. Seine Chaconne in g-Moll stellt die »sweet dissonance«, das Hauptmerkmal der englischen Streichermusik, aufs Vortrefflichste vor. Ist sie doch wie der Pfeil Amors, der Schmerzen auslöst, die zugleich beglücken. Sie gehört zu den Lieblingsstücken in der Kammerorchesterliteratur. Die 1909 uraufgeführte Suite op. 63 des amerikanischen Komponisten Arthur Foote ist eine spätromantische Serenade für Streichorchester und wurde sein beliebtestes Orchesterwerk.
Liv Migdal, Violine & Leitung
Württembergisches Kammerorchester
Heilbronn
JEAN-MARIE LECLAIR
Konzert für Violine & Orchester D-Dur op. 7/2
Konzert für Violine & Orchester F-Dur op. 7/4
WOLFGANG A. MOZART
Sinfonie Nr. 6 F-Dur KV 43
HENRY PURCELL
»The Tempest or the Enchanted Island«
Chaconne g-Moll
ARTHUR FOOTE
Suite in E-Dur op. 63
GASTSPIELE
FR 12.03.27 | 19.30 Uhr
Bad Homburg, Schlosskirche
SA 13.03.27 | 19.30 Uhr
Widdern, Wilhelm-Frey-Kulturhalle
SO 14.03.27 | 17 Uhr
Wiesbaden, Herzog-Friedrich-August-Saal
der Wiesbadener Casino-Gesellschaft
Liv Migdal
Melbourne, Hamburg, Kopenhagen, Berlin, Oslo, Shanghai: Als Solistin mit namhaften Orchestern und Dirigenten ist die preisgekrönte Musikerin auf den Konzertbühnen weltweit unterwegs. »Eine der fesselndsten Geigerinnen unserer Zeit, die auf ihrem Instrument Klangfarben erzeugt, die das Publikum in Bann ziehen!« … »Elektrisierend« … »mit expressiver Kraft« … »existenzielles Spiel« … »vom Ohr direkt in die Seele« … »eine Vollblutmusikerin« ...
2016 gab sie ihr Debüt in der Berliner Philharmonie, im Jahr danach in der Elbphilharmonie. Neben Einladungen von renommierten Festivals wie Schumann-Fest Bonn, Schleswig- Holstein Musikfestival, Mozartiana Danzig, Ludwigsburger Schlossfestspiele und einer Reihe weiterer Musikfestivals in Europa und Asien standen in den letzten Jahren Tourneen nach Australien, Frankreich, Dänemark und Großbritannien im Konzertkalender der Geigerin. Ein exzellentes Echo der Fachkritik und zahlreiche internationale Auszeichnungen erhielten Migdals sämtliche bisherige CD-Einspielungen mit Werken vom Barock bis zur Gegenwart, darunter die Aufnahmen mit dem Pianisten Marian Migdal als Duopartner und die für den International Classical Music Award (ICMA) nominierten Acht Jahreszeiten von Vivaldi und Piazzolla mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin.
»Ein einzigartiges Juwel« - Phil’s Classical Reviews, USA Liv Migdal, die aus einer Künstlerfamilie stammt – ihr Vater ein international angesehener Musiker und Pianist, die Mutter Schriftstellerin – begann ihr Violinstudium als elfjährige Jungstudentin bei Christiane Hutcap an der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, das sie mit dem Diplomexamen abschloss. Ihre künstlerische Ausbildung setzte sie in der Meisterklasse von Igor Ozim am Salzburger Mozarteum fort, dem ein Postgraduate Studium in Alter Musik bei Reinhard Goebel folgte. Nach ihrem Masterexamen mit Auszeichnung wurde Liv Migdal in Österreich mit dem Paul-Roczek MusicAward für herausragendes Geigenspiel geehrt. Seit ihren frühen Konzertauftritten erhielt Liv Migdal eine Reihe internationaler Musikpreise und Stipendien, u.a. Erster Preis Internationaler Ruggiero-Ricci Violinwettbewerb Salzburg, internationaler Hindemith-Wettbewerb Berlin, GWK-Musikpreis Münster, Fritz-Kreisler- Wettbewerb Wien, Mozart-Gesellschaft.
2017 initiierte die Geigerin das – vom Kulturministerium geförderte – Projekt »Verfemten Komponisten eine Stimme geben«. Seit vielen Jahren setzt Liv Migdal sich bei ihren internationalen Auftritten für das musikalische Werk Paul Ben-Haims ein. 2022 spielte sie mit der Pfalzphilharmonie Kaiserslautern die Deutsche Erstaufführung von Ben-Haims „Yizkor“ aus dem Jahr 1942. »Migdal verwandelt die Werke in musikalische Perlen« - Pizzicato,Remy Franck, Luxemburg.


