Justus Eichhorn, Klavier

YoungStar

Er hat über 200.000 Follower auf Instagram, spielt Fußball und Tischtennis und findet es toll, dass man mit dem Klavier so schön »singen« kann. Justus Eichhorn ist 16 Jahre alt, doch beim Besuch eines seiner Konzerte hört man in jedem Ton eine ausgereifte Musikerpersönlichkeit. Seit seinem zehnten Lebensjahr hat er Menschen in Konzertsälen wie der Laeiszhalle Hamburg, der Tonhalle Zürich und dem Seoul Arts Center fasziniert. Der YoungStar spielt gemeinsam mit dem WKO Ludwig van Beethovens viertes Klavierkonzert - ein Werk der Reife, das 1805 entstand, während Beethoven zeitgleich an der fünften und sechsten Sinfonie arbeitete. Und so floss in dieses Konzert tatsächlich viel sinfonischer Geist, mehr als in alle bis dahin entstandenen Klavierkonzerte der abendländischen Musikgeschichte.
Mit Anna Skryleva steht eine international gefragte Dirigentin, Komponistin und Pianistin am Pult des WKO. Ihr »Prelude« für Kammerorchester, das Auftaktwerk des Abends, stammt aus diesem Jahr und kam just in Berlin zur Uraufführung. Es ist als musikalischer Auftakt konzipiert: In wenigen Minuten entfaltet sich ein Spiel aus Spannung, Bewegung und Klangfarben, das die einzelnen Instrumente in wechselnden Kombinationen miteinander in Dialog bringt und einen offenen, erwartungsvollen musikalischen Raum schafft.
Mit Haydns »Feuersinfonie« sprüht die Musik dann temperamentvoll und witzig Funken. Farbenreich, bewegend und mit einem ganz eigenen Ton zwischen Melancholie und tänzerischer Leichtigkeit endet der Konzertabend mit der Suite für Kammerorchester von Mieczysław Weinberg.

Justus Eichhorn, Klavier
Anna Skryleva, Leitung
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

ANNA SKRYLEVA
»Prelude« für Kammerorchester

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Konzert für Klavier & Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58

JOSEPH HAYDN
Sinfonie Nr. 59 in A-Dur »Feuersinfonie«

MIECZYSLAW WEINBERG
Suite für Kammerorchester op. 26

ABO-KONZERT HEILBRONN #3
DO 19.11.26 | 19.30 Uhr
Heilbronn, Harmonie
Einführung 18.50 Uhr

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ABO-KONZERT ULM #2
FR 20.11.26 | 19.30 Uhr
Ulm, Kornhaus
Einführung 19 Uhr

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GASTSPIEL
SA 21.11.26 | 20 Uhr
Fürth, Stadttheater

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Justus Eichhorn

Der 16-jährige Justus Friedrich Eichhorn aus Weimar gilt international als eines der herausragendsten Musiktalente seiner Generation. Seine ausdrucksstarke, freie und kreative Musikalität und seine brillante Technik fesseln das Publikum, wo immer Justus auftritt. Seit seinem zehnten Lebensjahr hat er Menschen in Konzertsälen wie der Laeiszhalle Hamburg, der Tonhalle Zürich und dem Seoul Arts Center fasziniert, um nur einige zu nennen. Nach seinem Debüt mit Haydns Klavierkonzert im Jahr 2020 hat Justus mit vielen Orchestern Konzerte gegeben, Mozarts Konzert KV 414 mit den Moskauer Solisten unter der Leitung von Yuri Bashmet und Beethovens zweites Klavierkonzert mit dem Korean Chamber Orchestra, der Camerata Prag, dem Lviv Philharmonic Orchestra (Ukraine) und der Klassischen Philharmonie Bonn. Im Jahr 2023 spielte Justus Beethovens drittes Klavierkonzert mit dem Karlsbader Symphonieorchester beim Dvorak-Herbstfestival in Karlsbad sowie auf einer Deutschlandtournee. 2024 spielte er Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 in Seoul, Korea und anschließend mehrfach in Deutschland und Italien, unter anderem mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Im gleichen Jahr veröffentlichte er seine erste Doppel-CD und gab seinen ersten Klavierabend in England. Der Saarländische Rundfunk porträtierte ihn in einer eigenen Sendung. Konzertreisen führten Justus 2025 in die Großstädte Chinas, nach Italien, Tschechien und bereits zum dritten Mal nach Korea. Mit Beethovens »Emperor« - Konzert debütiert er im Konzerthaus Berlin und in der Glocke Bremen. Im Frühjahr 2026 unternimmt Justus eine Rezital Tournee und tritt in renommierten Konzertreihen in der Musikhalle Bamberg, der BASF Ludwigshafen, sowie in der Schweiz (Lausanne) auf. Mehrere seiner Konzerte können auf Justus‘ Social Media-Kanälen (justus.pianist) angesehen werden, die von über 300000 Menschen abonniert sind. Justus hat viele Klavierwettbewerbe gewonnen, 1. Preise im Carl Bechstein Wettbewerb Berlin als jüngster Teilnehmer, im International Manhattan Competition USA, im Vienna Music Competition und im International Tiziano Rossetti Competition in Lugano. Darüber hinaus wurde er mit dem Swiss Charity Award 2022 in der Tonhalle Zürich und mit dem Elba Festival Preis 2021 ausgezeichnet. Beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert erhielt er 2024 mit seinem Cellopartner Albrecht Freytag ebenfalls den 1. Preis mit Sonderpreis. Justus wird seit 2019 von Professor Grigory Gruzman am Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar unterrichtet; dort erhält er auch Unterricht im Fach Dirigieren. Seine ersten Lehrer waren Helene und Sebastian Roth. Bereits als 9jähriger wurde Justus als Jungstudent an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar zugelassen. Justus war zweimal zu Gast beim Verbier Festival in der Schweiz und wurde von Sir András Schiff, Christoph Eschenbach, Daniel Barenboim und Alfred Brendel zum Unterricht eingeladen.

Anna Skryleva

Dirigentin, Komponistin, Pianistin und Synästhetikerin: Anna Skryleva wurde 2024 mit dem renommierten Opus Klassik Award ausgezeichnet und hat für ihre tiefgreifende musikalische Arbeit internationale Aufmerksamkeit erlangt. Als komponierende Dirigentin widmet sie sich mit Tiefgang und Innovationskraft der Erweiterung des klassischen Repertoires. Internationale Aufmerksamkeit erlangte sie 2022 mit der Wiederentdeckung und Uraufführung von Eugen Engels Oper »Grete Minde«, die als »Entdeckung des Jahrhunderts« gilt. In ihrer Amtszeit als Generalmusikdirektorin am Theater Magdeburg (2019-2025) wurden zahlreiche preisgekrönte Projekte realisiert - u.a. die Auszeichnung mit dem Sonderpreis »Innovatives Orchester 2019« für ihre Konzertprogrammgestaltung, 2022 wurde die Produktion von Eugen Engels »Grete Minde« für die International Opera Awards nominiert. 2024 gewannen die Magdeburgische Philharmonie und Anna Skryleva den renommierten Opus Klassik Award für die Welteinspielung von »Grete Minde« und wurden für den Opus Klassik 2024 in der Kategorie »Beste Opernaufnahme« nominiert. Als Dirigentin durchlief sie die klassischen Stationen der deutschen Kapellmeisterlaufbahn: von der Solopianistin über Positionen als Korrepetitorin, Assistentin und Kapellmeisterin, mit Mentoren wie Simone Young sowie dem Institute for Women Conductors an der Dallas Opera (USA). Anna Skryleva gastiert regelmäßig an bedeutenden Opernhäusern und mit namhaften Orchestern wie der Königlichen Oper Stockholm, der Dallas Opera, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem DSO Berlin, Copenhagen Phil und dem hr Sinfonieorchester. Im September dirigierte Skryleva mit großem Erfolg die Uraufführung der Oper Anna A. der italienischen Komponistin Silvia Colasanti an der Mailänder Scala. Im Jahr 2026 folgen Debüts an der Sydney Opera sowie an der Komischen Oper Berlin. Ihr Repertoire reicht von Mozart, Verdi, Wagner und Strauss bis zu Schostakowitsch, Britten und zeitgenössischer Musik. Dabei arbeitet sie eng mit internationalen Solist/innen wie Andreas Schager, Camilla Nylund, Vida Miknevicute, Arabella Steinbacher und Felix Klieser. In enger Zusammenarbeit mit Komponisten wie der Master of the King's Music Errollyn Wallen, sowie Lera Auerbach und Konstantia Gourzi realisiert Anna Skryleva weiterhin bahnbrechende Projekte. Ihre eigene Kompositionen erscheinen bei Universal Edition Wien. Neben zahlreichen Orchesterbearbeitungen umfasst ihr OEuvre Werke wie »Lullaby« (2023), »3 Impromptus« in C und »Mirror« (2024). Im Oktober 2025 fand die Uraufführung des »Scherzo für Horn und Orchester«, ein Werk, das Skryleva für den renommierten Hornisten Felix Klieser komponiert hat und als Teil eines Konzertes für Horn und Orchester geplant ist. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

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