Mi 20.01.21 17 & 20 Uhr Uhr

Harmonie Heilbronn Theodor-Heuss-Saal

56 / 45 / 39 / 30 / 16 € zzgl. VVK

 

Tickets für 17 Uhr

Tickets für 20 Uhr

 

Samuel Barber
Adagio for Strings

Joseph Haydn
Cellokonzert Nr. 1 Hob. VIIb:1

Franz Schubert
Sinfonie Nr. 5 in B-Dur D 485

 

Andreas Brantelid Violoncello
Emmanuel Tjeknavorian Leitung

 

Bis heute beliebt verhalfen die „Paradestücke“ ihren Komponisten zu Ruhm. Zum Missfallen von Samuel Barber gilt sein „Adagio for Strings“ als sein bekanntestes Werk. Es ist ein Arrangement des zweiten Satzes seines Streichquartetts op. 11 und wurde aufgrund seiner emotionalen Intensität häufig zum Klangteppich öffentlicher Ereignisse von großer Traurigkeit: Beerdigungen berühmter Persönlichkeiten wie die von Roosevelt, Kennedy und Grace Kelly oder etwa Sendungen, die in Gedenken an die Anschläge des 11. Septembers ausgestrahlt wurden, begleitete das Adagio. Auch als Filmmusik ist das Stück in „Der Elefantenmensch“, „Die fabelhafte Welt der Amélie“ oder „Der scharlachrote Buchstabe“ Protagonist bewegender Szenen. Freundschaft als musikalische Triebfeder ist Haydns erstes Cellokonzert zu verdanken. Er schrieb es vermutlich für seinen Freund Joseph Franz Weigl, der damals erster Cellist am Esterházyschen Hof war. Die Orchester-Besetzung des kantabileartigen und monothematischen Konzerts ist verhältnismäßig klein und stellt im Solopart durch die hohe Lage eine Herausforderung dar, die unser Solist des Abends, Andreas Brantelid, bravourös meistert. Unglaubliche Leichtigkeit sorgt wohl bei der fünften Sinfonie von Franz Schubert dafür, dass sie auch heute immer wieder ins Repertoire aufgenommen wird. Gerade 19-jährig schuf Schubert die vielleicht vollkommenste seiner Jugendsinfonien. Sie ist von Grazie, Beschwingtheit und einem natürlichen Ausdruck geprägt, ohne dabei ernste Töne auszuschließen. Auf der Suche nach einer eigenen musikalischen Sprache setzt sich Schubert in diesem Werk in kammermusikalischer Perfektion mit Mozarts Schaffen auseinander.

Andreas Brantelid

Andreas Brantelid ist einer der gefragtesten Künstler aus Skandinavien, der mit seinen tiefgehenden Interpretationen, seinem farbenreichen Klang und mit seiner gewinnenden Persönlichkeit seit Jahren das Konzertpublikum in aller Welt begeistert. Zu seinen herausragenden Orchesterengagements der jüngsten Zeit zählten Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra, BBC Symphony, dem Tonhalle-Orchester Zürich, Brussels Philharmonic, Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, Netherlands Radio Philharmonic, Seattle Symphony, mit den Hamburger Symphonikern, dem Orchestre des Champs-Elysées, sowie allen führenden Orchestern Nordeuropas. Er arbeitete bereits mit zahlreichen herausragenden Künstler*innen zusammen wie Andris Nelsons, Esa-Pekka Salonen, Philippe Herreweghe, Vasily Petrenko, Daniel Barenboim, Gidon Kremer, Sakari Oramo und Jukka-Pekka Saraste. Mit dem österreichischen Geiger Benjamin Schmid und dem norwegischen Pianisten Christian Ihle Hadland hat er ein eigenständiges Trio gebildet. Andreas Brantelid gewann den ersten Preis beim Eurovision Young Musicians Competition (2006) und beim Paulo International Cello Competition (2007). In der Saison 2008/09 war er ein „Rising Star” der European Concert Hall Organization-Konzertreihe. 2015 gewann er auch das renommierte Carl-Nielsen-Stipendium in Kopenhagen. Er spielt die „Boni-Hegar“ Stradivarius aus dem Jahr 1707, eine großzügige Leihgabe des norwegischen Kunstsammlers Christen Sveaas.

Emmanuel Tjeknavorian

Geboren, aufgewachsen und ausgebildet ist Emmanuel Tjeknavorian in Wien als Sohn armenischer Eltern. Seine Höhepunkte der vergangenen Saison waren als Geiger u. a. seine Debüts mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Philharmonia Orchestra, der Accademia Nazionale di Santa Cecilia und dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra in Japan. Tjeknavorian gestaltete als jüngster „Artist in Residence“ einen eigenen Zyklus im Wiener Musikverein und zählt zu den „Jungen Wilden“ des Konzerthauses Dortmund. Im Februar 2020 erschien seine zweite CD mit den Violinkonzerten von Sibelius und seinem Vater Loris Tjeknavorian. Als Dirigent gab er jüngst sein Debüt im Wiener Konzerthaus mit dem Wiener Kammerorchester.

 

 

 

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