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VALENTIN RADUTIU // Mosbach

"Da gibt es Landhäuser auf allen Höhen, verzierte alte Mauern, über den Mauern Rosen und Aloe, über den Blumen Weintrauben, über den Ranken Ölblätter, oder Cypressenspitzen oder die Piniendächer, und das alles scharf auf dem Himmel abgeschnitten." So schreibt Felix Mendelssohn Bartholdy in einem Brief von seiner Italienreise 1830. Die starken Eindrücke von Land, Leuten und Lebensart inspirieren ihn zu seiner vierten Sinfonie, der ""talienischen". Begeisterte Lebenslust und berauschende Heiterkeit sind in lichtdurchfluteten Klanggemälden zu hören, aber auch Wehmut über die vergängliche Schönheit etwa eines morbiden Venedigs: Es ist das musikalische Tagebuch eines Entdeckungshungrigen.
Peter Tschaikowskys Inspiration zu seinen Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester war die Welt der Wiener Klassik des 18. Jahrhunderts. So elegant, heiter und unbeschwert die Variationen auch klingen mögen, der Solist darf hier äußerste Spielbrillanz und technische Höchstleistung zeigen. Der Solist des Abends Valentin Radutiu folgt mit reflektierter Ernsthaftigkeit und dem Streben nach dem "Klang als Göttin" seinen eigenen künstlerischen Maßstäben.
Wiener Klassik für Paris! Joseph Haydn schrieb für das Pariser Publikum sechs Sinfonien, die "Pariser Sinfonien". Die erste trägt den unterhaltsamen Beinamen "L´Ours", der Bär. Wer möchte, darf sich im Finalsatz bei den kleinen knurrenden Vorschlägen im Bass einen tapsigen Tanzbär vorstellen.

Dienstag, 24. Oktober // 20:00 uhr

Alte Mälzerei

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 82 C-Dur Hob. I:82 "Der Bär" (1. Pariser Sinfonie)

Peter I. Tschaikowsky
Rokoko-Variationen für Violoncello und Orchester A-Dur op. 33

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 "Italienische"

Ruben Gazarian // Dirigent

Valentin Radutiu // Violoncello

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