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1. Heilbronner Konzert // MEISTERINNEN

HEILBRONNER ABONNEMENT

EINZELKARTENVORVERKAUF AB 01.08.


Zum Saisonauftakt sitzen zwei Meisterinnen am Steuer: Arabella Steinbacher, eine der authentischsten und vielschichtigsten Geigerinnen unserer Zeit und Kristiina Poska, die mit ihrem hochsensiblen wie energetischen Dirigat die Männerdomäne am Pult aufmischt.
Zu Beginn begegnet uns ein gerade einmal 13-jähriger Felix Mendelssohn Bartholdy, der auf sinfonischer Entdeckungstour ist. Die erste seiner 12 kleinen Streichersinfonien ist weit mehr als ein experimenteller Fingerzeig auf das, was er noch erschaffen sollte. Er vereint darin den Blick in die Vergangenheit als Forscher von spätbarockem Kompositionshandwerk und frühklassischer Leichtigkeit mit seinem erfindungsreichen und farbsinnigen Individualstil.
Als ersten Versuch in Richtung Violinkonzert kann man Max Bruchs op. 26 ebenso getrost betrachten, dieser entpuppte sich allerdings gleich als der ganz große Wurf! Das formschöne und melodiegewaltige Werk überstrahlt bis heute sein übriges Oeuvre.
Eine "griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen" - so hat Robert Schumann die vierte Sinfonie von Ludwig van Beethoven beschrieben. Sie nimmt tatsächlich zwischen "Eroica" (s. 10. Heilbronner Konzert) und der fünften "Schicksalssinfonie" ein ruhiges schattiges und somit durchaus attraktives Plätzchen ein. Neben dem Beethovenschen temperamentvollen Feuer überrascht sie in der Reduzierung der Besetzung mit einem geradezu kammermusikalischen Charakter, der knisternde Spannung und Spielfreude verspricht.

Arabella Steinbacher
Das Geigenspiel erlernte sie mit 3 Jahren nach der Suzuki-Methode, im Alter von 9 wurde sie Studentin in der legendären Klasse von Ana Chumachenco an der Münchner Musikhochschule. 2004 gelang ihr der weltweite Durchbruch. Seit dieser Zeit hört man Arabella Steinbacher mit den bedeutendsten Orchestern nicht nur in Europa, sondern ebenso in den Konzertsälen in Russland, Australien, Japan oder den USA. Ohne Zweifel zählt die Violinvirtuosin mit dem transparenten silbernen Ton zu den führenden Geigerinnen unserer Zeit. Sie spielt die 1716 in Cremona erbaute "Booth"-Violine von Antonio Stradivari.

Kristiina Poska
Überall dort, wo Kristiina Poska auftritt, überzeugt und begeistert sie mit ihrer außergewöhnlichen Musikalität und mit ihrem eindrucksvollen, umsichtig gestaltenden Dirigat. In Estland geboren studierte sie zunächst Chordirigieren an der Musikakademie Tallinn und ab 2004 Orchesterdirigieren in Berlin. Seit 2012 ist sie Erste Kapellmeisterin an der Komischen Oper Berlin. Als erste Frau überhaupt gewann sie den Deutschen Dirigentenpreis 2013. Preise erhielt sie zuvor u.a. auch beim Dimitris-Mitropoulos-Dirigierwettbewerb in Athen, beim Donatella-Flick-Wettbewerb in London sowie beim renommierten Malko-Wettbewerb in Kopenhagen.

Mittwoch, 13. September // 19:30 uhr

Harmonie // Theodor-Heuss-Saal,Konzert- und Kongresszentrum

Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichersinfonie Nr. 1 C-Dur

Max Bruch
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26

Ludwig van Beethoven
SYMPHONY NO. 4, OP.60, B-FLAT MAJOR

Kristiina Poska // Dirigent

Arabella Steinbacher // Violine

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