2012/13_Dasein: Heilbronn

Musikalisches Projekt für Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn

 

 

Für alle, die beim WKO-Filmprojekt "Dasein: Heilbronn" nicht dabei sein konnten:
Hier das Making-Of-Video

 

Heilbronn ist eine Stadt, in der 46 Prozent der Einwohner eine Zuwanderungsgeschichte haben. Das Württembergische Kammerorchester Heilbronn hat es sich zum Ziel gesetzt, seine gesellschaftliche Verantwortung für alle Bewohner der Stadt wahrzunehmen und somit entsprechende Angebote auch für diesen Teil der Bevölkerung entwickeln. Ein erstes Projekt, das dank der Förderzusage des Innovationsfonds des Landes Baden-Württemberg realisiert werden kann ist „Dasein: Heilbronn“.
„Dasein: Heilbronn“ stiftet Jugendliche mit postmigrantischem Hintergrund dazu an, sich mit ihrem eigenen städtischen Lebensraum auseinanderzusetzen. Sie filmen Plätze, an denen sie sich heimisch fühlen, und solche, an denen sie glauben, „fehl am Platz“ zu sein. Dieses Video wird mit Musik untermalt, die die Jugendlichen in unmittelbarer Zusammenarbeit mit den Musikern des WKO auswählen.
Ausgangspunkt des Projektes ist die Uraufführung von Ian Wilsons Oper „Minsk“, die in einer Kooperation von Württembergischem Kammerorchester und Theater Heilbronn entsteht und am 3. März 2013 zur Premiere kommt. „Minsk“ ist ein Musiktheater über Emigration: Minsk.

Das Projekt soll die Trennlinie zwischen den jugendlichen Teilnehmern und der traditionellen westeuropäischen Kultur überbrücken. Die Jugendlichen beschreiben mit dem klassischen Repertoire des WKO eigene Emotionen, die Musiker des WKO lernen die Techniken kennen, mit denen die Jugendlichen ihre Musik verarbeiten. Gemeinsam stellen sie sich Leitfragen wie „Was bedeutet „heimisch“, was bedeutet „fremd“?“, „Wie funktioniert klassische Musik?“ oder „Wie mache ich einen Film?“.
Projektleitung und die verantwortlichen Lehrer der Wartbergschule haben es sich zum Ziel gemacht, die Jugendlichen für den eigenen Lebensraum zu sensibilisieren und ein Selbstbewusstsein in der gesellschaftlichen Migrations-Debatte zu schaffen. Darüber hinaus sollen Verständnis für den Beruf des Musikers geweckt werden, die Techniken zum Erstellen von Video und Soundtrack, sowie Aufführungsdisziplin und Verantwortung für das künstlerische Produkt vermittelt werden.
„Heimat“ und „Fremde“ sind hierbei stets zentrale Begriffe, mit denen die jungen Heilbronner auf unterschiedlichen Ebenen umgehen. So lernen sie, dass man auch in der Heimat fremd und in der Fremde heimisch sein kann.

 

Eine Kooperation mit der Wartbergschule und dem Theater Heilbronn