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Christoph Poppen

Dirigent

 

Der Name von Christoph Poppen steht bereits seit Beginn seiner Dirigentenkarriere für innovative Programmatik und ein breit gefächertes Engagement für neue Musik. Der renommierte Dirigent ist seit der Gründung des Orchesters in der Saison 2007-08 Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Diese Position wird er noch bis 2011 weiterführen. Im August 2006 wurde Christoph Poppen Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken und übernahm so in seiner ersten Saison die künstlerische Verantwortung für die Fusionierung des Orchesters mit dem Rundfunkorchester Kaiserslautern.

In der Saison 2010/11 legen Christoph Poppen und die Deutsche Radio Philharmonie mit Werken von Vivier und Uraufführungen der Komponisten Milko Kelemenen und Daniel Glaus, u. a. beim Festival Mouvement, erneut einen Schwerpunkt auf das zeitgenössische Repertoire. Eröffnet wird die Spielzeit mit Haydns "Die Schöpfung". Ein weiterer Höhepunkt ist die Aufführung von Bruckners Messe Nr. 3 als Eröffnungskonzert der Musikfestspiele Saar. Neben regelmäßigen Konzerten in Frankfurt sind Christoph Poppen und die Deutsche Radio Philharmonie u. a. in der Kölner Philharmonie und bei den Dresdner Musikfestspielen zu Gast.

Christoph Poppen engagiert sich außerdem für den Bau eines neuen Konzertsaals in Saarbrücken. Die Saarphilharmonie soll im E-Werk Burbach nach Entwürfen des renommierten Architekten Stephan Braunfels entstehen.
Für seine künstlerische Leistung sowie sein Engagement für die Deutsche Radio Philharmonie und die saarländische Kulturszene wurde Christoph Poppen mit dem Kunstpreis des Saarlandes 2010 ausgezeichnet.
Von 1995-2006 war Christoph Poppen Dirigent und künstlerischer Leiter des Münchener Kammerorchesters, dem er in kürzester Zeit ein neues Profil verlieh. Seine unverwechselbare Programmatik, die auf der Gegenüberstellung von klassischem und zeitgenössischem Repertoire basierte und viele Auftragswerke beinhaltete, fand international Beachtung.

Neben seiner Funktion als Chefdirigent ist Christoph Poppen ein gefragter Gastdirigent und arbeitete u.a. mit den Bamberger Symphonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der NDR-Radiophilharmonie, dem WDR Sinfonieorchester, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Detroit Symphony, dem hr-Sinfonieorchester, dem Orquestra Sinfonica do Estado de Sao Paulo, dem Indianapolis Symphony Orchestra, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sowie der Camerata Salzburg zusammen. Eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Tiroler Landestheater in Innsbruck führte zu erfolgreichen Opernprojekten wie Mozarts "Zauberflöte" und "La clemenza die Tito" sowie einer konzertanten Aufführung von Rossinis "Othello". Im Sommer 2006 erfolgten konzertante Aufführungen von Mozarts "La Betulia Liberata" mit dem Münchener Kammerorchester bei den Salzburger Festspielen. Im September 2009 hat er die neue szenische Produktion "Sing für mich, Tod" über den Komponisten Claude Vivier mit der musikFabrik bei der RuhrTriennale in Gelsenkirchen dirigiert und leitete im Februar 2010 die Premiere von Strauss' "Arabella" am Tiroler Landestheater in Innsbruck. In der Saison 2010/11 ist er zu Gast beim Berner Sinfonieorchester, dem Danish National Radio Symphony Orchestra, dem Irish Chamber Orchestra und dem National Symphony Orchestra Taiwan zu Gast.

Christoph Poppens umfassende Diskographie beinhaltet Werke von Komponisten wie Tigran Mansurian, Sofia Gubaidulina, Karl Amadeus Hartmann, Giacinto Scelsi sowie Mozart und Schubert, viele davon erschienen bei ECM Records. Mit dem Münchener Kammerorchester und Isabelle Faust hat er eine Gesamteinspielung von Haydns Violinkonzerten gemacht, sowie seine eigene Fassung für Streichorchester von Schuberts "Der Tod und das Mädchen". Anfang 2008 veröffentlichte er mit der Deutschen Radio Philharmonie die gesamten Symphonien Mendelssohns bei Oehms Classics. Eine weitere Aufnahme von Poppen und dem Orchester mit Werken von Frank Martin erschien im Frühjahr 2008 bei ECM Records. Zurzeit arbeiten Christoph Poppen und die Deutsche Radio Philharmonie an der Gesamteinspielung der Tschaikowsky-Sinfonien, wovon im Februar 2009 bereits eine CD mit Tschaikowskys Sinfonie Nr. 4 und der Ouvertüre 1812 erschienen ist und im Juni 2010 die erste Sinfonie sowie das Capriccio Italien bei Oehms Classics folgt. Des Weiteren erscheint im September 2010 eine neue CD bei ECM Records mit Jörg Widmanns "Messe für Orchester" und "Elegie" mit der Deutschen Radio Philharmonie und Widmann als Solist.

Als Geiger ist Christoph Poppen Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Violinwettbewerbe. 1978 gründete er das Cherubini Quartett, mit dem er als Primarius 1981 den Grand Prix beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb in Evian/Frankreich gewann. Es folgten Konzerte auf fast allen bedeutenden Podien der Welt sowie zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen. Das Projekt "Morimur" - ein Programm um Bachs Partita d-moll von Chistoph Poppen mit dem Hilliard-Ensemble - fand sowohl als CD als auch in Konzerten höchste Anerkennung bei Publikum und Kritik.

Als Pädagoge lehrte Christoph Poppen von 1988 bis 1995 an der Hochschule für Musik in Detmold und folgte 1995 einem Ruf an die Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin, deren Rektor er später wurde. Von 2000 bis 2005 war Christoph Poppen künstlerischer Leiter des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD. Seit 2003 ist er Professor für Violine und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater München.
 

 

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