Ouvertüre: Daten zur Geschichte des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn

8. November 1960  Gründung des Orchestervereins Heilbronn e.V.
Gründungsmitglieder Rudolf Breitschmid, Gerhard Dürr, Dr. Helmuth E. Flammer, Heinz Hamberger, Dr. Ernst Kinkel, Dr. Karl Lang, Kurt Lichdi (Vorsitzender), Erne Sigel 
 

6. Dezember 1960 Merian-Zimmer Harmonie: Information für Behörden, Gemeinderat, Kulturszene über die Ziele des neuen Vereins. Jörg Faerber wird künstlerischer Leiter und Geschäftsführer
 

13. Januar 1961 Erstes Konzert des „Kammerorchesters Heilbronn“ bei der Deutsch-Griechischen Gesellschaft im Stuttgarter Gustav-Siegle-Haus.
 

27. Januar 1961 Erstes Konzert in Heilbronn (Festhalle Harmonie)
Programm:
Geminiani: Concerto grosso e-moll op. 3 Nr. 3
Bach: Cembalokonzert A-dur
Händel: Concerto grosso B-dur op. 6. Nr. 7
Bach: Ricercare aus dem „Musikalischen Opfer“
Händel: Oboenkonzert g-moll
Bach: Suite Nr. 3 D-dur
Solisten: Heinz Burum, Friedrich Milde, Renate Trauer-Volkart
 

27. Juli 1961 Der Heilbronner Gemeinderat bewilligt erstmals einen Zuschuss für das Kammerorchester in Höhe von 7.000 DM.
 

September 1961 Eröffnungskonzert der 1. Mietekonzertreihe.
 

30. April 1962 Einstimmige Namensänderung in „Württembergisches Kammerorchester Heilbronn“
 

28. März 1963 Nach monatelangem Hin und Herr um eine Fusion des Kammerorchesters mit dem Heilbronner Sinfonieorchester sperrt der Heilbronner Gemeinderat die Geldmittel für Kammerorchester und Sinfonieorchester. Später beschließt der Heilbronner Gemeinderat wieder einen Zuschuss von 125.000 Mark nur für das WKO. Der daran geknüpfte „Wunsch“, dass einige Programme der Reihe symphonischen Zuschnitt haben „sollten“, verschärft zwar die finanzielle Lage zusätzlich, führt jedoch schließlich zur besonderen Struktur des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn. Mit der Literatur „für Kammerorchester zu groß“ und „für Symphonieorchester zu klein“ wird eine Marktlücke erschlossen, die das Orchester zum gefragten Klangkörper macht.
 

1964 Die Heilbronner Landtagsabgeordneten Paul Meyle (FDP/DVP) und Fritz Ulrich (SPD) stellen den Antrag, das WKO ab 1965 mit Landesmitteln zu fördern. Abgelehnt.
 

29. November 1965 Erstes Konzert (Brandenburgische Konzerte an zwei Abenden) mit Maurice André in Heilbronn
 

Dezember 1965 Gemeinsamer Antrag der Unterländer Landtagsabgeordneten Meyle und Feucht (FDP/DVP), Ulrich und Doll (SPD), Klenert (CDU) an das Land, das WKO in die Förderung aufzunehmen. 50.000 Mark werden für 1966 gewährt. Damit ist das WKO neben dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim und dem Kurpfälzischen Kammerorchester Heidelberg das vierte staatlich bezuschusste Kammerorchester in Baden-Württemberg
 

Juni 1966 Erstes Konzert bei den Schwetzinger Festspielen
 

31. Januar 1968 Uraufführung der „Symphonischen Musik für Streichorchester op.45“ von Professor Fritz Werner
 

20. und 22. April  1970 Als Beitrag zum Beethoven-Jahr werden die fünf Klavierkonzerte des Komponisten aufgeführt.
 

8.11. bis 5.12.1974 Erste Amerika-Tournee (drei Wochen unter anderem in Washington, Boston, Chicago, Montreal, Toronto, New York). Solist: Maurice André; 17 Konzerte, 30000 Zuhörer
 

25. Januar 1976 „Goldene Münze“ der Stadt Heilbronn für Jörg Faerber zum 15-jährigen des WKO
 

Februar 1977 Bundesverdienstkreuz für Kurt Lichdi
 

11. Mai 1977 Erstmals spielen die Pianisten Christoph Eschenbach und Justus Frantz mit dem WKO
 

18. bis 31.Januar 1979 Erste Russland-Tournee mit 7 Konzerten: Moskau, Leningrad, Vilnius, Riga
 

5. Juni bis 1. Juli 1979 Erste Fernosttournee mit 16 Konzerten (Japan, Taiwan, Hongkong, Thailand)
 

17. Juli 1979 Hermann Bosch wird Vorsitzender des Orchestervereins, Kurt Lichdi Ehrenvorsitzender
 

Juni 1980 Erste Konzerte bei den „Weilburger Schlosskonzerten“
 

8. September 1981 Erstmals gastiert das WKO bei den Sommerkonzerten auf Schloss Neuschwanstein
 

Mai 1982 Konzerte mit Igor Oistrach
 

8. September 1982 Erster Auftritt bei den Musikfestspielen in Montreux 
 

November 1982 Erstes Konzert mit Mstislaw Rostropowitsch
 

20. September 1983 Erstes Konzerte mit Anne-Sophie Mutter (Stuttgart, Heilbronn, Karlsruhe)
 

7. November 1984 Erstes Konzert von Sabine Meyer (Klarinette) in der Berliner Philharmonie mit dem WKO
 

5. Juli  1984 Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für Jörg Faerber
 

31. Januar 1985 Konzert im Plenarsaal des Deutschen Bundestags in Bonn zum 100. Geburtstag von Theodor Heuss
 

26. Januar 1986 Jubiläumsfestakt „25 Jahre WKO“ im neuen Stadttheater Heilbronn. Jörg Faerber wird der Titel „Professor“ verliehen
 

22. August 1987 Konzert auf der Waldbühne in Berlin u.a. mit Maurice André
 

19. März 1991 „Unter der Glaspyramide“ heißt eine neue Kammermusikreihe, die von der Kreissparkasse Heilbronn und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn gegründet wird
 

7. Mai 1992 Konzert zum 40. Geburtstag des Landes Baden-Württemberg in der Landesvertretung in Bonn
 

28. Oktober 1998 Erstmals spielen das WKO und das Heilbronner Sinfonieorchester in einem Konzert. Anlass ist der 50. Geburtstag der Sinfoniker. Die Presse schreibt: „Die Gräben sind endgültig zugeschüttet.“
 

18. Juni 1999 Erster Bürgermeister Werner Grau überreicht Jörg Faerber anlässlich dessen 70. Geburtstages den Ehrenring der Stadt
 

13. Januar 2001 Festakt „40 Jahre WKO“ im Theater Heilbronn. Im Jubiläumsjahr wird die „neue“ Harmonie fertig mit einem 290 Quadratmeter großen Probenraum und Verwaltungsräumen für das WKO, einem großen Zahl mit 2015 Plätzen und einem neuen Saal mit 700 Plätzen.
 

3. Juli 2002 Verabschiedung von Jörg Faerber
 

18. September 2002  Mit dem Eröffnungskonzert der Saison 2002/2003 beginnt unter Leitung von Ruben Gazarian eine neue WKO-Ära.
 

1. Januar 2003 Werner Grau (63) übernimmt von Hermann Bosch das Amt des 1. Vorsitzender des Orchestervereins. Hermann Bosch wird Ehrenvorsitzender
 

5. Januar 2003 „Fulminantes“ (so die Kritik der Heilbronner Stimme) erstes Neujahrskonzert des WKO
 

19. bis 23. Mai 2003 Erste Konzertreise in die neuen Bundesländer (Erfurt, Weimar, Neubrandenburg, Leipzig)  
 

12. November 2003 1400 Kinder erleben die ersten Schüleraufführungen des WKO mit dem  Märchen „Peter und der Wolf“. Am 18. Februar 2004 gibt es eine Wiederholung für weitere 1400 junge Konzertbesucher
 

25. Februar 2004 Konzert im Sala verdi in Mailand
 

23. Januar 2005 Erste Kooperation WKO-Theater Heilbronn: Das Orchester spielt in elf Vorstellungen die Musik zum Mozart-Operngastspiel „Idomeneo“ des Staatstheaters Oldenburg im Großen Haus
 

1. bis 13. April 2005  WKO ist „Hausorchester“ bei der 1. Internationalen Galareise Klassischer Musik auf dem „Traumschiff MS Deutschland“ von Lissabon nach Venedig
 

30. Juni 2005 Dieter Hildebrandt und das WKO eröffnen das Gaffenberg-Festival Heilbronn
 

16. bis 18. Oktober 2005 USA-Tournee mit Arabella Steinbacher zum Adolf-Cluß-Jahr in Baltimore, Philadelpia und Washington
 

16. bis 23. November 2005  Europa-Tournee mit dem Beaux Arts Trio nach Bayreuth, Berlin,  Martigny, Genf, Köln und Straßburg
 

1. April 2006 Frank Druschel ist neuer Geschäftsführer des WKO. Vorgänger Peter Conzelmann hat in das Kulturamt der Stadt Böblingen gewechselt
 

20. April 2007 WKO eröffnet in Lissabon das neue Festival „Dias de Música em Belém“
 

16. November 2007 Start der Reihe „redblue meets Klassik“
 

26. bis 31. Januar 2008 Auftaktkonzert beim Festival „La Folle Journée“ in Nantes
 

16. Mai 2009 redblue meets Klassik: Charlie Chaplins „City Lights“ mit WKO-Begleitung
 

17. Juni 2009 Jörg Faerber dirigiert am Vorabend seines 80. Geburtstages das 10. Heilbronner Konzert
 

19. Juni 2009 200. Konzert in Weilburg

 

 

 

Neue Horizonte: 50 Jahre Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

 

Kontrapunkt: Gründung am 6. November 1960

 

Opus 1: Startkonzert am 13. Januar 1961

 

Stringendo: „Württembergisches“ Kammerorchester Heilbronn

 

Unisono: Weltgewandt und heimatverbunden

 

Duette: Begegnungen mit Solisten

 

A Tempo: Faerbers „Suche nach Gültigem“

 

Maestro: Gründer, Inspirator, Leitvater, Verwalter, Europäer

 

Forte: 2002 mit Ruben Gazarian in die neue Ära

 

Tutti: Gesellschaftliche Breite

 

Vivace: Tradition und neue Musikwelten

 

Ouvertüre: Daten zur Geschichte des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn