Nina Corti
Tanz
Ninas musikalisches Leben begann im Alter von 3 Jahren mit Tanzunterricht. Mit 9 Jahren begann sie Klavierstunden zu nehmen, etwas später entdeckte sie das Ballett. Neben der Musik – der Vater war Solobratscher im Zürcher Tonhallenorchester – prägte eine multikulturelle Atmosphäre ihr Elternhaus; väterlicherseits italienisch/spanische Einflüsse und mütterlicherseits russisch/polnische.
Sie reiste nach Spanien, lernte dort bei den berühmtesten Lehrern in Madrid und Sevilla die Geheimnisse des Flamenco. Schon bald arbeitete sie mit Ensembles, in denen einige der besten Flamencomusiker der Zeit mitwirkten. Pepe Habichuela – ein legendärer Gitarrenvirtuose – blieb über Jahre an ihrer Seite. Danach – neben vielen anderen – Enrique Morente, die Ketamas, Guadiana, Luis Pastor und heute Pepe Justicia.
Manitas de Plata, der Grandseigneur der südfranzösischen Zigeuner, begleitete sie in viele Länder der Welt. Mit den „Gipsy Kings“ und später mit „Chico & the Gypsies“ tanzte sie in Hunderten von Konzerten rund um die Erde.
Die Royal Albert Hall in London, die Berliner Philharmonie, die Dresdner Semperoper und der Wiener Musikvereinssaal, auch die Amphitheater von Karthago, Taormina, Arles und Nîmes wurden zum Podium ihrer Shows. Insgesamt gastierte sie in 28 Ländern der Welt. Im Nahen und Fernen Osten. Australien, Hongkong, in den Arabischen Emiraten, Ägypten, fast überall in Europa.
Fernsehsender in rund einem Dutzend unterschiedlicher Länder präsentierten die Tänzerin in ihren Programmen. Auch in den großen Samstagabendshows Deutschlands mit Millionen von Zuschauern – z.B. „Wetten dass“ – trat sie auf. An ihrer Seite waren Stars wie José Carreras und Maxim Vengerov.
Nina tanzte mit dem Gewandhausorchester Leipzig, den Sinfonieorchestern des Bayerischen und des Norddeutschen Rundfunks und vielen anderen Klangkörpern in sinfonischer oder kammermusikalischer Besetzung.
Ihr Repertoire geht heute über Bizets „Carmen“ oder Ravels „Bolero“ weit hinaus. Bach und Scarlatti, Guridi, spanische Zarzuela und zeitgenössische Kompositionen inspirieren Nina zu ihren Choreographien.
An der Seite von Roby Lakatos – dem „König der Zigeunergeiger“ – begegneten ihre Tanzkünste der Musik der ungarischen Zigeuner. Mit dem genialen Saxophonisten Daniel Schnyder aus New York und dem Zürcher „Carmina Quartett“ präsentiert sie raffinierte Metamorphosen von Klassik, Moderne und Weltmusik.
Heute genießt Nina das Privileg, aus den Wurzeln des Flamenco und ihrem klassischen Hintergrund eine sehr persönliche Art des spanischen Tanzes entwickelt zu haben. Eine Bewegungskunst, die der fraulichen Visualisierung von Musik einen größeren Stellenwert einräumt als der sportlichen Virtuosität.
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